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Helmholtz-Abiturienten
Abfahrt in Richtung eigenes Leben

Der  Abiturjahrgang 2018 vor dem Zweibrücker Schloss.
Der Abiturjahrgang 2018 vor dem Zweibrücker Schloss. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Das Helmholtz-Gymnasium hat am Freitag 92 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet.

„In den letzten achteinhalb Jahre sind wir alle nebeneinander auf der Straße des Lebens gefahren“, nahm Joshua Stucky, der Sprecher des 2018er Abitur-Jahrgangs des Helmholtz-Gymnasiums (HHG) das Abimotto „Ich blink wenn ich Abi - Mit Vollgas Richtung Zukunft“, sinnbildlich auf. „Es ist jetzt an der Zeit, dass jeder am Autobahnkreuz abbiegt und seine Abfahrt in Richtung eigenes Leben nimmt.“

Vor seiner Vorausschau auf das Kommende, blickte Joshua Stucky im Zweibrücker Audimax der Hochschule auf die Schulzeit, stellvertretend für alle 92 Schülerinnen (49) und Schüler (43) zurück. Dabei fiel sein Augenmerk zunächst auf die Lehrkräfte, die „penetranten Pauker“ die stets bemüht waren, spannende Themen wie Stochastik, Fotosynthese, Franz Kafka näher zu bringen. Sie legten seiner Ansicht nach den Grundstein. Nicht nur weil sie akademisches Wissen vermitteln, sondern die Schüler auch in Sachen soziales Verhalten und respektvolles Miteinander auf die richtige Fahrspur lenken. Schulleiterin Kerstin Kiehm bescheinigte bei ihrer Rede den Abiturienten die Klasse, bestens vorbereitet als mündige Erwachsene einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Doch auch sie wollte die Gelegenheit nutzen, auf den Anfang der Abiturienten zurückzublicken. Ein langer, teilweise fordernder Weg, bei dem der eine oder andere mehr oder weniger ausdauernd war und Fleiß bewiesen hat, ist nun vorbei. Am Ziel angekommen: Das Abitur, ein weltweit geachteter Bildungsabschluss, ist in der Tasche.

„In erster Linie haben sie dies selbst geschafft mit ihrer ureigenen Leistung“, sprach Kerstin Kiehm ihr Lob aus. Es erfreue sie mit Stolz, dass gleich 32 (16 Mädchen und 16 Jungen) den Abschluss mit einer Eins vor dem Komma und zwei sogar mit einer 1,0 gemacht haben. Für diesen schulischen Erfolg hätten die Eltern das Fundament geebnet, ebenso wie das HHG-Lehrerkollegium mit seinem Bildungsauftrag.



Was bei den Schülern seit Jahren eine Gepflogenheit ist, das gilt auch für die Lehrerseite. Oberstudienrat Bernd Wilms wurde die Ehre zuteil, die Ansprache des Kollegiums zu übernehmen, sozusagen den Abgängern die letzten erbaulichen Ratschläge für die Zukunft mit auf den Weg zu geben. Allerdings hätten die Abiturienten während der Schulzeit schon „wenig partielles Interesse“ gezeigt, wenn er versucht habe, dies zu tun. „Da haben sie jetzt Pech gehabt“, sagte Bernd Wilms nicht ganz ernst gemeint unter Lachen der Zuhörer. „Ihre Zukunft gehört ihnen und bisher haben sie es auch so geschafft.“

Er beschrieb in seiner kurzweilig und lustig gehaltenen Rede viel lieber den Blick zurück auf die Anfänge, beginnend vom ersten Schultag, über die Veränderungen in den achteinhalb Jahren. „Bleiben sie weiterhin so offen, ruhen sie sich nicht auf dem Erreichten aus, gehen sie die weitere Metamorphose an und bleiben sie Herr und Herrin ihrer Perspektive“, schloss Bernd Wilms seine Rede.