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PWV Battweiler
Abendwanderung ins blühende Rosendorf

Die Abendwanderung führt die Teilnehmer ins wunderschöne Rosendorf Schmitshausen.
Die Abendwanderung führt die Teilnehmer ins wunderschöne Rosendorf Schmitshausen.
Mit dem Pfälzerwald-Verein Battweiler durch bunte Getreidefelder über die Sickinger Höhe.

(red) Die Abendwanderung des Pfälzerwald-Vereins Battweiler führt am morgigen Mittwoch, 11. Juli, auf der ehemaligen Römerstraße durch die farbenfrohe Feldflur ins erste Rosendorf Deutschlands nach Schmitshausen. Wanderführer Heinz Ruble hat eine Sommertour mit zahlreichen beeindruckenden Rundblicken über die Sickinger Höhe ausgesucht. Von der alten Handelsstraße der Römer kann man die idyllisch gelegenen Dörfer der Bundenbacher Höhe bis nach Martinshöhe und die Reifenberger Kapelle auf dem Häselberg bewundern.

Ein Wandererlebnis voller landschaftlicher Schönheit ist diese Tour ins Rosendorf. Schmitshausen auf der Sickinger Höhe darf sich seit 1966 mit der Ehrenbezeichnung „1.Rosendorf Deutschlands“ schmücken. Vom damaligen Präsidenten des Vereins Deutscher Rosenfreunde, Oskar Scheerer, dem ehemaligen Stadtgartendirektor von Zweibrücken, wurde dem kleinen Dorf auf der Sickinger Höhe diese außergewöhnliche Auszeichnung verliehen. Der Zweibrücker „Rosenprofessor“ Scheerer und die Vereinigung der Rosenfreunde Deutschlands wollten damit den besonderen dörflichen Gemeinschaftssinn in Schmitshausen belohnen. Neben der Ehrenbezeichnung wurde Schmitshausen noch mit 5000 Rosenstöcken durch den Verein der Rosenfreunde beschenkt. Der damalige Ortsbürgermeister Georg Buchheit befürchtete, dass es für 5000 Rosenpflanzen keinen ausreichenden Platz innerhalb des Dorfes geben dürfte. Scheerer ließ sich von dieser vermeintlichen Ausrede nicht beeindrucken. So wurde Schmitshausen danach endgültig zu einem blühenden Rosendorf, was es bis heute geblieben ist. Es lohnt sich in diesen Tagen, das Rosengärtchen beim Gemeindefriedhof zu seinem 20. Geburtstag mit fast 800 blühenden Rosen zu besuchen.

Im gleichen Jahr 1966 wurde Schmitshausen Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, was mit der Verleihung einer Goldplakette des Landes Rheinland-Pfalz besonders gewürdigt wurde. In Schmitshausen hätten die Symbolkräfte der Rose einen dörflichen Zusammenhalt geschaffen, der einmalig unter den Rosendörfern und Städten in Deutschland sei, lobte Zweibrückens ehemaliger Oberbürgermeister Jürgen Lambert die Bewohner von Schmitshausen als Festredner beim 40-jährigen Bestehen des Rosendorfes.



Altbürgermeister Alois Staab erinnerte daran, dass es ohne den Rosenkenner, Freund und Idealisten Oskar Scheerer aus der Rosenstadt kein Rosendorf auf der Sickinger Höhe geben würde. Für seine besonderen Bemühungen und Verdienste für das Rosendorf wurde Oskar Scheerer die Ehrenbürgerwürde durch die Gemeinde Schmitshausen verliehen.

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