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27-jähriger Pole in Appartement in Max-Planck-Straße erstochen

 In diesem Appartementhaus in der Max-Planck-Straße wurde am Freitagabend ein 27-jähriger Pole erstochen. Foto: gö
In diesem Appartementhaus in der Max-Planck-Straße wurde am Freitagabend ein 27-jähriger Pole erstochen. Foto: gö
Zweibrücken. Polizei und Staatsanwaltschaft rätseln weiter darüber, was einen 25-jährigen Polen am Freitagabend in einem Appartementhaus in der Max-Planck-Straße auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände verlasst haben könnte, einen 27-jährigen Landsmann zu erstechen. Auch gestern hatten die Ermittler nach Polizeiangaben noch keine Hinweise auf das Motiv der Bluttat Von Merkur Redakteur Manuel Görtz

Zweibrücken. Polizei und Staatsanwaltschaft rätseln weiter darüber, was einen 25-jährigen Polen am Freitagabend in einem Appartementhaus in der Max-Planck-Straße auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände verlasst haben könnte, einen 27-jährigen Landsmann zu erstechen. Auch gestern hatten die Ermittler nach Polizeiangaben noch keine Hinweise auf das Motiv der Bluttat. Fest steht bisher lediglich, dass sechs Polen in der Wohnung vermutlich gemeinsam zechten und es dabei offensichtlich zu einem Streit kam. Der Krach eskalierte laut Polizei, als der 25-Jährige gegen 21.50 Uhr aufgefordert wurde, die Wohnung zu verlassen. Dann habe er ein Messer gezückt und es seinem 27-Jährigen Landsmann in den Bauch gerammt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.Um den Täter zu ermitteln, nahm die Polizei zunächst die anderen fünf Polen, die sich in der Wohnung aufhielten, vorläufig fest. Nachdem sich der Verdacht immer mehr verdichtet hatte, dass der 25-Jährige der Täter war, wurden die vier anderen Polen wieder freigelassen. Die Ermittlungsrichterin erließ Haftbefehl gegen den vermeintlichen Täter.

Nähere Angaben zum aktuellen Stand der Ermittlungen wollte die zuständige Kriminaldirektion Kaiserslautern gestern nicht machen. Die Behörde verwies an die Staatsanwaltschaft Zweibrücken, die heute eine weitere Erklärung zu dem Fall abgebe.

Ein Passant, der am Samstag an dem Appartementhaus vorbeigekommen war, berichtete gestern, er habe gesehen, dass vermutlich Freunde des Getöteten eine schwarze Trauerfahne aus einem Fenster des Appartementhauses gehängt hätten. In dem Haus seien mehrere Polen untergebracht, die in einem Unternehmen auf dem Flugplatzgelände arbeiteten. Nachbarn bestätigten das gestern nicht. "Das kann ich nicht sagen, ich bin die meiste Zeit unterwegs und war auch am Wochenende weg", sagte ein etwa 30-jähriger Mann. "Ich kenne die Leute nicht", meinte ein anderer und fügte hinzu: "Wie auch? Hier wechseln oft die Mieter."