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Trotz Flughafen-Herabstufung
Zweibrücken behält bisherige Nachtflug-Erlaubnis

 Große Flugzeuge dürfen (wohl abgesehen von Militärmaschinen) in Zweibrücken zwar nicht mehr landen. Kleine bis mittlere Maschinen nutzen ihn aber weiter. Am Sonntagabend etwa landete eine Dornier 328 mit der Mannschaft von Eintracht Braunschweig und fuhr diese per Bus weiter zum Montags-Spiel in Kaiserslautern.
Große Flugzeuge dürfen (wohl abgesehen von Militärmaschinen) in Zweibrücken zwar nicht mehr landen. Kleine bis mittlere Maschinen nutzen ihn aber weiter. Am Sonntagabend etwa landete eine Dornier 328 mit der Mannschaft von Eintracht Braunschweig und fuhr diese per Bus weiter zum Montags-Spiel in Kaiserslautern. FOTO: Uwe Menzner
Zweibrücken. Hauptausschuss Zweibrücken-Land stimmt Regelungen zur Herabstufung des Flughafens zum Sonderlandeplatz zu.

Der Verkehrsflughafen Zweibrücken soll zu einem Sonderlandeplatz abgestuft werden. Der Hauptausschuss der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land stimmte dem Antrag des neuen Airport-Eigners Triwo am Dienstagabend zu. Allerdings forderte das Gremium in seiner Stellungnahme, den Bauschutzbereich um den Flugplatz bei sechs Kilometern zu belassen. „Damit wollen wir die Möglichkeiten für eine künftige Entwicklung offen lassen“, begründete dies Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD). Bei einer Abstufung kann der Bereich auf vier Kilometer begrenzt werden. Ein Bauschutzbereich dient der Hindernisüberwachung für Flugplätze – bauen darf man darin nur mit luftrechtlicher Genehmigung. „Man weiß nie, was kommt“, meinte Klaus-Martin Weber (CDU). Und Helmut Weis (UWG) fügte mit Blick auf strengere EU-Regeln hinzu: „Man weiß nicht, wie es mit Saarbrücken nach 2020 weitergeht.“ Der Beigeordnete Klaus Freiler (CDU) merkte an, dass unabhängig vom Landesbetrieb Mobilität, der die Abstufung durchführt, die Verbandsgemeinde über den Flächennutzungsplan die Begrenzung festlegen könne. Nach der Herabstufung bleibt es bei der Regelung, dass zwischen 22 Uhr und sechs Uhr bis zu sechs Flugbewegungen (Starts oder Landungen) möglich sind. Es dürfen in den Nachstunden allerdings nicht mehr als 720 Flugbewegungen jährlich sein. Die Abstufung beschränkt die Tonnage-Grenze auf unter 14 Tonnen Abfluggewicht. Auf Nachfrage von Thomas Hohn (FDP), ob davon auch die Militärflugzeuge betroffen sind, meinte Gundacker, dass „hoheitliche Aufgaben“ wahrscheinlich anders bewertet werden.

Bei Wartungsarbeiten wurde festgestellt, dass das Leckanzeigegerät der Heizöllagerstätte der Wiesbacher Grundschule nicht mehr funktioniert. Wegen des Alters der Anlage hat es nach Aussage von Michael Mager vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Schindhard „keinen Sinn“, die Lagerstätte auf den neuesten Stand zu bringen. „Es macht nur Sinn, den Tank zu leeren, zu säubern, stillzulegen, zu verfüllen und ein neues Heizöllager anzulegen.“ Ein Lager an gleicher Stelle auf dem Schulhof würde wegen statischer Anforderungen zu teuer. Stattdessen schlug der Ingenieur vor, einen Raum neben den Toiletten als Heizöllager umzubauen. Auch wenn das Fassungsvermögen der Tanks dann nur 9000 Liter beträgt. Bisher waren es 20 000 Liter. „Dann muss einmal in der Heizperiode nachgefüllt werden“, erläuterte Mager. Nach den Berechnungen kostet die Maßnahme mit Umbau, neuen Tanks und Außerdienststellung des bisherigen laut Bürgermeister Gundacker rund 59 000 Euro. Auf Nachfrage von Weber (CDU) ist das die „günstigste Lösung“. Alternativen wie Pellets, „da haben wir auch das Problem der Lagerstätte“, Wärmepumpe, „die ist nur in einem gut isolierten Haus finanziell akzeptabel“, oder Flüssiggas – wegen vieler kleiner Anlieferungen  zu teuer – seien geprüft worden. Wolfgang Rapp (SPD) fragte, ob die Maßnahme noch vor Beginn der Heizperiode fertig werde. „Das ist unser Ziel“, antwortete Gundacker. Der Ausschuss stimmte deshalb nicht nur dem Vorhaben zu. Der Bürgermeister wurde auch ermächtigt, Aufträge über 15 000 Euro zu vergeben.

Der Hauptausschuss vergab weitere Aufträge für die Sanierung der Bechhofer Schulturnhalle. Die Abbrucharbeiten des Sportbodens (rund 12 000 Euro) und die Verlegung eines flächenelastischen Sportbodens (69 000 Euro) wurden an die Firma Sport- und Fußbodentechnik Süd in Ditzingen vergeben. Die Putz- und Stuckarbeiten übernimmt für 11 000 Euro die Firma Bastian aus Maßweiler. Die Trockenarbeiten in Höhe von 34 000 Euro die Firma WDS aus Horbach, den Stahlbau für die Einbauelemente des Prallschutzes (56 000 Euro) die Firma Herkules aus Lüdenscheid. Und den Prallschutz baut für 59 000 Euro die Firma Hamberger aus Stephanskirchen ein. „Wir sind im Zeitplan“, merkte Bürgermeister Gundacker an.



Der Platten um die Turnhalle der Grundschule Stambach werden erneuert. Dabei wird die schmale Umrandung auch verbreitert, damit auch Rollstuhlfahrer diese nutzen können. Der Auftrag in Höhe von 7885 Euro wurde der Firma W und T aus Zweibrücken übertragen.