| 17:18 Uhr

SPD kürt Gundacker zum Kandidaten
„Wir werden durchstarten“

 Jürgen Gundacker bekam nach seiner Nominierung als Spitzenkandidat ein Trikot mit der Rückenaufschrift „1“ und eine rote Trinkflasche (links in der Hand von Fritz Presl).
Jürgen Gundacker bekam nach seiner Nominierung als Spitzenkandidat ein Trikot mit der Rückenaufschrift „1“ und eine rote Trinkflasche (links in der Hand von Fritz Presl). FOTO: Norbert Schwarz
Dellfeld. Jürgen Gundacker ist Verbandsbürgermeister-Kandidat der SPD. Von Norbert Schwarz

Jürgen Gundacker aus Contwig soll weiterhin Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land bleiben. Die Weichen dafür sind gestellt. 50 Delegierte nominierten ihn einstimmig (eine Enthaltung) als Kandidaten für die Wahl am 20. Oktober dieses Jahres. 

Rot die Plakatierung, rot viele T-Shirts, mit denen die Genossen aus Contwig zur Versammlung kamen: Die Stimmung im proppenvollen kleinen Saal hätte besser für die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten nicht sein können, wie selbst der extra dafür aus Mainz angereiste Alexander Schweitzer als Vorsitzender der pfälzischen SPD-Familie anerkennend bemerkte. Für Jürgen Gundacker, seit 2012 als Nachfolger von Kurt Pirmann im Amt, war es nicht allein ein förmlicher Nominierungstag; für ihn ist es zudem ein Zeugnistag geworden, denn bei allen Redebeiträgen gab es Noten. Bestnoten, versteht sich, weil Jürgen Gundacker die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nach vorn gebracht habe, Visionen für die Zukunft entwickle und es einen Besseren als ihn überhaupt nicht geben könne. Ein Einser-Kandidat eben, und dazu passend schenkte ihm symbolisch am Veranstaltungsende der oberste pfälzische Sozialdemokrat Alexander Schweitzer ein rotes Trikot mit der Rückenaufschrift „1, darunter „Jürgen Gundacker“.

Was sich in den letzten Tagen bereits bei den Abstimmungen in den einzelnen Ortsvereinen abgezeichnet hatte, fand am Mittwochabend in Dellfeld seine Fortsetzung. Niemand mochte auch nur einen Hauch Zweifeld daran hegen, dass der schon längere Zeit erneut aufs Schild gehobene Amtsinhaber, Zweifler oder Unentschlossene um sich haben könnte. Der Hornbacher Vorsitzende des SPD Gemeindeverbandes, Jürgen Sauter, machte den Anfang. „Ich bin froh und stolz, dass wir ihn haben, ich kann mir niemand Besseres vorstellen“, so Sauter der Gundacker bescheinigte, die Verbandsgemeinde nach vorn gebracht zu haben.



Hausherrin als Ortsbürgermeisterin und dritte Beigeordnete bei der Verbandsgemeinde ist Doris Schindler und auch von ihr gab es Bestnoten. Sie skizzierte Gundacker als unkompliziert und herzlich, mit klarer Zukunftsstrategie für Zweibrücken-Land. Bürgernähe und offene Ohren für die Sorgen der Menschen bescheinigte auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner, die meinte, dass Gundacker den Wahlkampf nutze, um das Ohr beim Bürger zu haben.

Flammend, fast schon überschäumend dann der Auftritt des auch streng formell zum Kandidaten gekürten Jürgen Gundacker mit Rückblick und Vorschau auf die Zukunft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Der Wahlkampf habe für ihn schon begonnen, 200 Fußkilometer habe er bei Hausgesprächen mit Bürgern bereits zurückgelegt. Außer dem roten Trikot gab es dafür vom Zweibrücker SPD-Urgestein Fritz Presl eine knallrote Trinkflasche mit Energy-Drink. „Wir werden durchstarten“, versprach Jürgen Gundacker euphorisch und meinte mit Blick auf den Wahlabend: „Dann werden wir gemeinsam das Thema rocken“.