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Strom aus der Steckdose
Wenn beim Tanken nichts mehr riecht

Pfalzwerkevertreter Andreas Memmer und René Chassein (von links) demonstrieren zusammen mit dem 1. Stadtbeigeordneten Helmut Weiske die Technik an der neuen E-Ladesäule in Hornbach.
Pfalzwerkevertreter Andreas Memmer und René Chassein (von links) demonstrieren zusammen mit dem 1. Stadtbeigeordneten Helmut Weiske die Technik an der neuen E-Ladesäule in Hornbach. FOTO: Volker Baumann
Hornbach. Erste Elektro-Tankstelle im Verbandsgemeindegebiet in Betrieb genommen. Von Volker Baumann

Zusammen mit der Stadt Hornbach haben die Pfalzwerke bereits in der letzten Woche, auf dem Parkplatz vor der Hauptstraße 3, eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge errichtet, die gestern feierlich in Betrieb genommen wurde.

Drei Monate lang soll der Strom zur Aufladung der umweltfreundlichen Fahrzeuge sogar umsonst fließen, so René Chassein, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke bei der Vorstellung. Danach ist die Aufladung der Autobatterien mit verschiedenen elektronischen Zahlvorgängen möglich, unter anderem auch per App auf dem Handy. Der smarte Helfer kann dann gleich den Stand des Ladevorgangs anzeigen, sodass der Fahrer auch aus der Distanz immer informiert ist. Auto „tanken“ und dabei Relaxen, Shoppen oder andere Sachen erledigen, eine ganz neue Erfahrung.

Die Ladesäule in Hornbach bietet drei unterschiedliche Steckertypen mit zwei verschiedenen Ladestärken, um möglichst vielen Elektrofahrzeugnutzern eine schnelle Ladung anzubieten. Selbstverständlich komme der Strom zur Ladung der Fahrzeuge aus erneuerbaren Energien statt aus fossilen Rohstoffen, um auch tatsächlich der umweltfreundlichen Mobilität gerecht zu werden. Neben einem bereits vorhandenen Ladenetz von über 100 Stationen für E-Bikes, haben sich die Pfalzwerke, bis zum Jahr 2020, die Errichtung von rund 350 weiteren Ladepunkten für Elektrofahrzeuge an geeigneten verkehrsstarken Standorten vorgenommen. „Wir erwarten, dass die Elektromobilität im wahrsten Sinn des Wortes ‚Fahrt aufnimmt‘ und bald eine Eigendynamik entwickelt“, schätzt René Chassein das Potenzial für die Zukunft ein.



In Vertretung von Bürgermeister Reinhold Hohn begrüßte der erste Stadtbeigeordnete Helmut Weiske die Gäste bei der Feier rund um die neue Zapfsäule, aus der, statt umweltbelastendem Treibstoff, nun Strom aus den Zapfhähnen fließt. „Freitag der 13. ist ein Glückstag für Hornbach, das sich schon immer vorgenommen hat, ökologischen Tourismus zu entwickeln“, freut sich Weiske als erste Gemeinde im Gebiet der Verbandsgemeinde Zweibrücken Land, mit einer Elektro-Schnellladestation bedacht worden zu sein. „Hoffentlich wird sie auch rege angenommen“, zeigt er sich vorsichtig optimistisch und hofft auf günstigere Produktionskosten der Elektrofahrzeuge mit verschleißfreier, energieeffizienter Technik mit wesentlich geringeren Betriebskosten als Verbrennungsmotoren.

Auch viele Hornbacher Bürger interessierten sich gestern für die neue Technik und fanden es attraktiv, in Zukunft mal an ein E-Auto zu denken. „Wir sind hier unserer Zeit voraus“, zeigte man sich stolz, dass die Klosterstadt gleich in mehreren Richtungen Geschichte schreibt.