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Käshofer Brunnenanlage wird erneuert
Wasserversorgung für sechs Orte muss gesichert werden

Die Käshofer Brunnenanlage hat die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Aber es wird dafür Sorge getragen, dass es auch künftig bei der Trinkewasseversorgung dort und in fünf angeschlossenen Nachbarorten keine Probleme gibt (Symbolfoto).
Die Käshofer Brunnenanlage hat die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Aber es wird dafür Sorge getragen, dass es auch künftig bei der Trinkewasseversorgung dort und in fünf angeschlossenen Nachbarorten keine Probleme gibt (Symbolfoto). FOTO: dpa / Roland Weihrauch
Contwig. Werkausschuss Zweibrücken-Land hat auch Auftrag zur Kanal-Sanierung in der Ortsdurchfahrt Althornbach vergeben. Von Fritz Schäfer

„Die Brunnenanlage auf der Käshofer Gemarkung hat die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht“, erklärte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) bei der Sitzung des Werkausschusses der Verbandsgemeindewerke. Der Ausschuss folgte der Beurteilung der Werkleitung und stimmte der „Ertüchtigung“ der beiden Brunnen für die Wasserversorgung der Gemeinden Käshofen, Rosenkopf, Wiesbach, Großbundenbach, Kleinbundenbach und den Zweibrücker Stadtteil Mörsbach zu.

Beim baulichen Teil wird beim Brunnen eins unter anderem die Zugangstür durch eine Sicherheitstür erneuert und die undichte Dachluke erneuert. Die Abdeckung des Brunnens zwei wird zurückgebaut und durch ein gedämmtes Fertigteilgebäude ersetzt. Der Auftrag wurde der Firma Anstätt aus Zweibrücken für 100 000 Euro übertragen. Die Firma A+R aus Hoppstädten-Weiersbach wurde mit dem Austausch der Pumpen zum Preis von 76 000 Euro beauftragt.

Die elektrotechnische Ausrüstung wird von der Firma Sonn aus Blieskastel für 75 000 Euro ausgetauscht. Die Firma Sonn übernimmt ebenfalls die Arbeiten für die Fernwirktechnik für 19 000 Euro. „Die Fernwirktechnik ist im Moment nur eingeschränkt möglich“, erklärte Verbandsgemeinde-Werkleiter Eckart Schwarz. Auf Nachfrage von Fred Konrad (Grüne) sagte Schwarz, dass mit der erlaubten Fördermenge der Bedarf gedeckt sei. Auch die Sicherheit vor Hackerangriffen sei durch ein vor zwei Jahren installiertes Tunnelsystem gegeben.



Die Deutsche Bahn plant, den Durchlass unter die Bahnlinie in Höhe des Höfchens Stambach zu erneuern. Im vorhandenen Durchlass haben die Werke eine isolierte Wasserleitung installiert, um die Anwesen westlich der Bahnlinie zu versorgen. Es fehlt jedoch die Abwasserleitung. Die Abwässer im Höfchen werden noch über Sammelgruben entsorgt. „Wir wollen die Möglichkeit nutzen, dort ein Leerrohr verlegen zu lassen, das neben der Wasserleitung auch eine Abwasserleitung aufnehmen kann“, sagte Gundacker. Nach Schätzung der Bahn betragen die Kosten mit Baunebenkosten rund 40 000 Euro. Eine „isolierte durchgeführte Maßnahme“ würde mindestens das Doppelte bis Dreifache kosten, sagte Schwarz. Der Ausschuss stimmte der Maßnahme zu.

Die Werke erneuern im Zuge des in der kommenden Woche beginnenden Ausbaus der Ortsdurchfahrt Althornbach unter anderem Schachtabdeckungen, Hausanschlüsse, Hydranten und Schieber. Eine Untersuchung hat nach Angaben der Werke ergeben, dass im Hauptkanal keine Arbeiten in offener Bauweise nötig sind. Der Auftrag für die Leitung wurde an die Firma Eurovia aus Neunkirchen für einen Bruttopreis von 173 000 Euro vergeben. Der Firma wurde auch vom LBM der Straßenausbau übertragen (Preis 630 000 Euro). Die Ingenieurleistungen übernimmt das Büro „i.d. & consult“ aus Waldfischbach.

Der Ausschuss stimmte auch der Anschaffung eines Leckage-Ortungsgeräts zum Preis von 12 000 Euro zu. Bei größeren Schäden habe man sich bisher externer Anbieter bedienen müssen, sagte Werkleiter Schwarz und erklärte: „Schon nach drei Einsätzen hat sich das Gerät amortisiert.“