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Wald beschert Wiesbach ein Plus

Wiesbach. Revierförster Jürgen Leis präsentiert Ortsgemeinderat Ergebnis für das Jahr 2015. Demnach fließen 6800 Euro in die Gemeindekasse. Norbert Schwarz

Der Wiesbacher Gemeindewald wird seit Jahrzehnten gehegt und gepflegt. Verwundern kann es deshalb nicht, dass die weitsichtige Waldbewirtschaftung auch Früchte trägt. Sichtbare, denn im nunmehr vorliegenden Jahresergebnis zum Bewirtschaftungsjahr 2015 wird ein Plus von 6800 Euro verzeichnet. Geld, über das nunmehr die Gemeinde im normalen Etat verfügen kann.

Die Maxime von Revierförster Jürgen Leis ist den Wiesbacher Kommunalpolitikern schon seit Jahren bekannt. "Der Leis ist vorsichtig, stapelt lieber ein bisschen tiefer, um dann bei den Jahresergebnissen gute Ergebnisse zu erzielen", merkt Ratsmitglied Werner Wagner an und Ortsbürgermeister Emil Mayer ist der Meinung, dass eine solche Vorgehensweise doch in jeder Hinsicht besser sei als "viel zu versprechen", was am Ende aus mancherlei Gründen nicht zu halten sei. Gerade bei der Waldbewirtschaftung gebe es manchmal Faktoren, die ein Ergebnis stark beeinflussen würden, so Mayer ergänzend, der sich wie alle freute, für das Jahr 2015 diesen Gewinn für die Gemeindefinanzen einstreichen zu können. Was mit den 6800 Euro passiert, stehe im Augenblick noch nicht fest. Da müsse im Rat drüber gesprochen werden, der Kämmerer der Verbandsgemeindeverwaltung Dieter Knecht habe stets gute Ratschläge parat und um die Gemeindefinanzen sei es ja ohnehin nicht derart rosig bestellt, dass man sich Sorgen darüber machen müsste, wohin jetzt mit dem Geld, stellt der Ortsbürgermeister fest.

620 Festmeter sollen auch im laufenden Jahr im Gemeindewald eingeschlagen werden. Dieser verursacht nach der Kostenschätzung Ausgaben in Höhe von rund 17 400 Euro. Es ist der größte Faktor auf der Ausgabenseite. An das Land muss ein Kostenbeitrag in Höhe von rund 5000 Euro gezahlt werden. Es handelt sich dabei um die Kosten für den Einsatz des Revierförsters. 2000 Euro werden als Ausgaben für die Berufsgenossenschaft und sonstige Abgaben verbucht.



Großen Wert legen die Wiesbacher seit vielen Jahren auf eine gute Wegeunterhaltung, weil das wiederum Vorteile bei der Waldbewirtschaftung bringt. Einig waren sich alle Ratsmitglieder darin, dass die dafür vorgesehenen Ausgaben in Höhe von rund 4000 Euro sich irgendwann wieder auszahlen werden. Bei der Diskussion um die Ansätze im Forstwirtschaftsplan wurde darauf hingewiesen, dass schon vor Jahren erfolgreich die Weichen für eine gute Waldbewirtschaftung gestellt worden. Die vom Förster wieder angestrebte "schwarze Null" ist auch diesmal im Forstwirtschaftsplan verzeichnet. Dem Planwerk wurde im Rat zugestimmt.