| 22:05 Uhr

Völkerverständigung in Mauschbach

 Viele Einwohner lauschten den Kerweneuigkeiten, die Luisa Lauer und Laura Krippleben (im Fenster) gekonnt vortrugen. Foto: Schwarz
Viele Einwohner lauschten den Kerweneuigkeiten, die Luisa Lauer und Laura Krippleben (im Fenster) gekonnt vortrugen. Foto: Schwarz FOTO: Schwarz
Mauschbach. Es bleibt dabei, die Kerwe in Mauschbach bleibt für alle im Ort ein Hochfest. Das war auch an diesem Wochenende spürbar, als es die „Kälwer“ in unnachahmlicher Manier zünftig krachen ließen. cos

Wenn die Kerwe in Mauschbach angesagt ist, steht einfach alles Kopf, herrscht Ausnahmezustand, wie jetzt an diesem Wochenende erneut feststellbar war. Die Kerwe ist das Hochfest für die Dorfbewohner schlechthin und seit diesem Jahr mit einem ganz besonderen Prädikat noch dazu, nämlich dem der Völkerverständigung .

Amerikanische Eishockeycracks haben sich im Dorfleben integriert. Kerwe - das kannten sie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht. Und sicherlich wird ihnen das Mauschbacher Fest lebenslang in Erinnerung bleiben. Viele Hände sind rührig, damit Dorfbewohner und Gäste in bekannter Kerweumgebung sich wohlfühlen. Im extra zum Feiern errichteten Festzelt beim Dorfgemeinschaftshaus schlägt über die Festtage das "Kerweherz" aller. Wie schon so oft waren die äußeren Bedingungen erneut ideal. Über 100 Zuhörer lauschten am Sonntag der Kerwerede, die einmal mehr gekonnt, humorvoll und mit vielen Überraschungen gespickt war. Laura Krippleben und Luisa Lauer waren traditionell die Fensterrednerinnen.

Die Partyband "Recovery" sorgte schon zum Auftakt am Samstag mit ihren fetzigen Rhythmen für eine tolle Stimmung. Verlockend wie stets war das Kuchenbüfett der Landfrauen und Dorfbewohner, das alle nach der Kerwerede animierte, mal nicht auf die Linie zu achten, sich vielmehr den süßen Verlockungen nach Hausfrauenart hinzugeben.



Apropos köstlich, das traf nicht allein für das Büffet zu, sonder galt ebenso in vollem Umfang für das, was die beiden Rednerinnen Laura Krippleben und Luisa Lauer wieder in der Kerwerede ans Tageslicht förderten. Etwa jene vom verlorenen Handy, das der Postbote beim Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben abgibt und diesen in reichlich Grübeln versetzt. Der Dorftourismus wird spannend beleuchtet, und an Aktualität sind die Rednerinnern nicht zu überbieten. Die große Löschübung am Kerwesamstag im Ort wird köstlich glossiert und natürlich vergessen Laura und Luisa nicht, die "amerikanischen Neuzugänge" humorvoll vorzustellen.

Kerwewunden werden heute geleckt, denn gestern war noch einmal das Kräftemessen nach Mallevorbild nicht alleine für die Straußmädels und Straußbuben Pflicht.