| 20:03 Uhr

Kinderolympiade der VT Contwig
Beweglichkeit und ein erster Wettkampftest

 Amelie Schedler aus Battweiler beendet hier bei der Kinderolympiade der VT Contwig einen der acht Parcours mit einem Sprung.
Amelie Schedler aus Battweiler beendet hier bei der Kinderolympiade der VT Contwig einen der acht Parcours mit einem Sprung. FOTO: Sebastian Dingler
Contwig. 53 Mädchen und 25 Jungs nahmen an der 19. Kinderolympiade der VT Contwig teil. Der Verein sucht noch Nachwuchs für die Tischtennis-Abteilung. Aber auch fürs Leistungsturnen, sowohl für Mädchen als auch für Jungs. Von Sebastian Dingler

Heiß war es am letzten Samstag, der allgemein als letzter Sommertag beschrieben wurde. Zum Glück ging aber ein leichter Wind auf dem Rasenstück vor der Contwiger Turn- und Festhalle, denn so konnte die 19. Kinderolympiade auch von den Allerkleinsten problemlos absolviert werden.

Mit dabei war etwa die dreijährige Lene Oswald, deren Vater meinte: „Heiß ist es zwar schon, aber sie hat es gut weggesteckt, es hat ihr viel Spaß gemacht.“ Die siebenjährige Zoë Bernhard machte die acht Stationen des Parcours sogar schon zum zweiten Mal, nur so, zum Spaß. Das ist bei ihr allerdings auch kein Wunder, denn sie macht in ihrer Freizeit schon Leichtathletik, spielt Tennis und geht Reiten.

Amelie Schedler (10) war mit ihrer Mutter Nicole und ihrer Verwandten und Namensvetterin Amelie Pöpperl (7) aus München bei der Kinderolympiade. Die beiden feuerten sich gegenseitig an bei dem Geschicklichkeits- und Beweglichkeitsparcours, bei dem die Kinder unter Hindernissen durchkriechen, Slalom laufen und am Ende einen Sprung machen mussten. Die bayrische Amelie konnte in ihrer Altersklasse gleich mal den ersten Platz abräumen, während es für die pfälzische Amelie immerhin für einen tollen vierten Platz reichte.



Die Oberaufsicht der Olympiade hatte die Oberturnwartin Karin Reinshagen von der Vereinigten Turnerschaft Contwig. „Auf den acht Stationen wollen wir alle Körperpartien der Kinder testen – da ist Laufen dabei, Krafttraining, Wurftraining, Geschicklichkeit und Balancieren.“ Der eine Grund für die Olympiade sei das Heranführen der Kinder an die Bewegung an sich, der zweite, dass sie sich in einem Wettkampf testen können. „Deswegen machen wir auch die gemeinsame Siegerehrung, damit dann einige Kinder das Erlebnis bekommen, wie es ist, eine Medaille zu kriegen und auf dem Podest zu stehen.“

Natürlich erhielt jedes Kind zumindest eine Urkunde und ein kleines Präsent. In diesem Jahr verzeichnete die VT Contwig einen Zuwachs der Teilnehmerzahl um zehn Prozent im Vergleich zum letzten Mal. 53 Mädchen und 25 Jungs hatten mitgemacht. Dafür hatte der Verein auch ordentlich Werbung gemacht und zum Beispiel alle Schulen und Kitas angeschrieben. Das Ganze diene schließlich auch als Werbung für den Nachwuchs, meinte Karin Reinshagen.

Nach den vergangenen Olympiaden habe es immer einen Zulauf an Nachwuchs gegeben. Gerade für die Tischtennis-Abteilung suche man interessierte Kinder. Aber auch fürs Leistungsturnen, sowohl für Mädchen als auch für Jungs. Insgesamt wolle der Verein gerne noch mehr Sportarten anbieten, so die Oberturnwartin, deshalb suche man auch verstärkt nach Übungsleitern. Besonders würde sie sich dabei über jemanden freuen, der Jugendlichen modernen Tanzsport wie Hiphop oder Break Dance beibringen könnte.

Auch der Abteilungsleiter der Turnabteilung, Steffen Trefz, zeigte sich hinterher sehr zufrieden mit der Kinderolympiade. Man habe gute Ideen zur Optimierung des Ablaufs gefunden. Außerdem dankte er den circa 40 Helfern aus allen Abteilungen der VT. Er hoffe sehr, „dass die Talente mal in die Übungsstunden zum Schnuppertraining der Turngruppen kommen“.

Erwähnenswert ist auch, dass die Line-Dance-Gruppe des Vereins die Wartezeit bis zur Siegerehrung mit einer Aufführung unterhaltsam überbrückte.