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Wanderung
Über 100 Wanderer an der Grenze

 Die deutsch-französiche Wanderung wird immer beliebter. Über 100 Menschen aus der Region nahmen dieses Mal teil.
Die deutsch-französiche Wanderung wird immer beliebter. Über 100 Menschen aus der Region nahmen dieses Mal teil. FOTO: nos
Riedelberg. Bei der 5. deutsch-französischen Grenzlandwanderung gab es so viele Teilnehmer wie nie. Auch deshalb waren die Veranstalter zufrieden

Über 100 Teilnehmer liefen bei der 5. deutsch-französischen Grenzlandwanderung – so viele wie noch nie. Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker, dessen Amtskollege Francis Vogt vom Gemeindeverband Pays de Bitche aus Bitsch und Ortsbürgermeister Peter Lethen schickten alle zum Startpunkt ans Riedelberger Dorfgemeinschaftshaus, bevor es auf die knapp 14 Kilometer lange Wanderstrecke ging. 

Zudem wurde zufrieden festgestellt: Das Interesse für solche Veranstaltungen wird auch auf französischer Seite immer stärker. Gundacker führt das auf die intensiven Bemühungen der verantwortlichen Kommunalpolitiker in beiden Ländern zurück. „Als wir vor fünf Jahren mit dieser Wanderung für die Menschen aus dem früheren Grenzraum begonnen haben, war unsere südlichste Ortschaft im Verbandsgemeindegebiet der Ausgangspunkt“, sagt er. Die nachfolgenden drei Wanderungen hatten allesamt eine französische Gemeinde zum Startpunkt. Jetzt war wieder Riedelberg an der Reihe. „Es hat uns selbstverständlich riesig gefreut, dass nicht allein Menschen aus den den Ortschaften des Hornbachtals, sondern ebenso aus den Gemeinden unseres Verbandsgemeindegebietes und der Stadt Zweibrücken zur Wanderung kamen“, ergänzt Gundacker.

Die Wanderung verlangte den Teilnehmern einiges ab, doch dafür wurden alle nicht allein von einer abwechslungsreichen, reizvollen Landschaft entschädigt. Die kulinarischen Überraschungen unterwegs sorgten gleichfalls für viel Gesprächsstoff. Und was Christian Schwalbach als Bürgermeister von Walschbronn im neuen Dorfgemeinschaftshaus mit seinem Helferteam aufbot, umschrieb ein deutscher Wanderteilnehmer mit der Feststellung: „Do hann sich die Disch geboo, moi liewer Mann han die uffgefahr“.



Noch in weitgehend geschlossener Formation ging es vom Startpunkt über die Mühlstraße und den bekannten „Gänsepfad“ hinunter zur Riedelberger Mühle, wo alle Gäste der örtlichen Angelsportler waren. Brezeln wurden zur Stärkung gereicht, erfrischende Getränke gab es. Entlang des einstigen Grenzgewässers verlief die Wanderroute in Richtung Dorst. Im dahinter liegenden Walschbronn begrüßte Schwalbach die Wanderer. Die Überraschung war groß, denn einmal mehr erwiesen sich die französischen Gastgeber als einfallsreich, was Kuchen, Gebäck und Häppchen anging. So gestärkt, bereitete auch der nicht gerade leichte Anstieg von der Talaue hinauf auf die Riedelberger Höhe keine Schwierigkeiten, zumal es in der Nähe des dortigen Windparks nochmals eine süffige Sonderstärkung durch die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gab. Der Rückmarsch auf dem Höhenrücken zum Ausgangspunkt war ein Klacks. Mit deftiger Mittagskost bewirteten die Tischtennissportler die Gäste mit Rindfleisch, Meerrettich und andere Leckereien. Das gab es allerdings nicht für umme. Die Teilnahmegebühr beinhaltete nur die Wanderung und die kleinen Imbisse.

Jürgen Gundacker sprach berechtigt von einer großartigen Veranstaltung und einem „Näherkommen“ im Grenzraum überhaupt. Tags zu vor nahmen viele Hobbykünstler aus dem deutschen Grenzraum an einem Treffen im lothringischen Goetzenbruck teil. Hornbach und die Eschweilerer Mühle seien vorher schon Stationen eines Symposiums gewesen, die Freizeitkünstler hätten sich nicht allein bei der Vernissage am Abend viel zu erzählen gehabt, so, wie das auch tags darauf bei den Wanderern der Fall gewesen sei.