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Theater in Käshofen
Trubel auf dem Dorf

 Die Käshofer Laienspieler bei der Probe.
Die Käshofer Laienspieler bei der Probe. FOTO: Norbert Schwarz
Käshofen. DieLaienspielbühne in Käshofen probt für ihr neues Stück, das am 25. Dezember Premiere feiert. Von Norbert Schwarz

Turbulent wird es am ersten Weihnachtsfeiertag abends auf der Laienspielbühne im Käshofer Dorfgemeinschaftshaus zugehen, das ist jetzt schon sicher. Verwechslungen, Verquickungen und Verwirrungen werden dem diesjährigen Saisonspiel die passende Würze geben. Dessen ist sich auch der langjährige Mitwirkende und Laienspielgruppe-Urgestein Karl Hoffmann sicher. „Mich hots dessmol mehr hinner die Biehn verschlaa, awwer Schdimmung gebds trotzdem und dass net wennich…“

Der Countdown für die Premiere am 25. Dezember läuft. Zwar ist der Bühnenaufbau noch nicht abgeschlossen, doch alle wissen, dass Günter Schäfer und seine Crew ganze Arbeit leisten. „Hauptsach mir hann die texte im Kopp“, meint Edith Schneider, wie Karl Hoffmann von allem Anfang an dabei. „Nur Zoff mit dem Stoff“ heißt diesmal das von Bernd Gombold geschriebene Stück. Ein Schwank in drei Akten, weil das einfach zur Käshofer Truppe passt, wie alle Mitwirkenden bei der Probe feststellen.

Da sind zum einen die beiden Gemüsebauern Erika und Franz Kohlkopf. Rackern um über die Runden zu kommen ist ihre Lebensdevise. Zur Tagesarbeit gesellt sich der fast tägliche Verdruss mit Nachbarin Maja Müslein. Berta Lädele derweil vertreibt die Landprodukte, die sie entweder bei den Kohlkopfs oder den Öko-Bauern Maja und Klaus bezieht. Die wiederum kommen mit wenig Aufwand zur großen Einnahmen. Dafür sorgt insbesondere die Betuchte Henneliese von Wolkenstein mit ihrem Schoßkater Amadeus, die zur Behandlung bei Maja kurzzeitig Station macht Denn die versteht sich ergänzend zum Ökoanbau auf chinesische Heilkunst.



Das bunte Treiben würzt bildlich betrachtet Pizzabäcker Giovanni Tomati und seine impulsive Maria. Im Ehebett hat dieser seine Probleme. Da kommt doch bei Franz Kohlkopf dieses „Kraut“ sicher passend, welches ihm unlängst der etwas dubiose „Mario“ zum Anpflanzen zwischen den Tomatensetzlingen empfohlen hat. „Streng geheim“, versteht sich, weil ein großer Pharmakonzern ein Wundermittel zur Potenzsteigerung gewinnen will.

Franz will aber Freund Giovanni helfen und gibt das „Grünzeug“ unter der Hand weiter. Drunter und drüber geht alles, weil ausgerechnet der trottelige Gatte Klaus von Maja statt Tomatensetzlingen zudem das Grünzeug auf dem Markt verkauft. Alle sind plötzlich in Gefahr.

Dass „Mario“ ein skrupelloser Dealer ist kommt schnell ans Tageslicht. Thorsten, den alle für einen liebenden „Softie“ halten zeigt jetzt sein wahres Gesicht und entpuppt sich als knallharter Drogenfahnder. Wird dieser alles wieder ins Lot bringen können? Das müssen die Zuschauer bei den Käshofer Theaterabenden selbst erleben.

Die Rollenverteilung jedenfalls ist geglückt. Lore und Klaus Marhöfer sind mit von der Partie. Ute Hoffmann schlüpft erneut in eine Rolle, die sie mit viel Leben ausfüllen kann. Edith Schneider konnte bei vielen Auftritten längst nachhaltig beweisen, dass sie mit jedem „zweiten Ich“ zurecht kommt. Petra Vollmar und Wolfgang Schwenk mischen stimmungsvoll mit und Andreas Mohrbach, ohnehin aus einer Dorfbäckerei stammend, kommt diesmal an der Seite von Claudia Schmidt voll zur Entfaltung. Arno Di Liberto kann sich mit Mario zumindest auf der Bühne identifizieren und Neuzugang Christian Margardt, vor zwei Jahren in den Ort gezogen, integrierte sich auf Anhieb in der Truppe.

Am 4. und 11. Januar, zwei Samstagen, wird das Stück nochmals gespielt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es bei Edith Schneider, Telefon (0 63 37) 18 06. Am kommenden Samstag (7. Dezember) ist ein Kartenerweb auf dem Käshofer Weihnachtsmarkt gleichfalls möglich.