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Theatervorschau
Bauernkunst und schwule Rinder

 Wozu die Smileys? Dieses Geheimnis wollte niemand aus der Rosenkopfer Theatertruppe (Bild) lüften.
Wozu die Smileys? Dieses Geheimnis wollte niemand aus der Rosenkopfer Theatertruppe (Bild) lüften. FOTO: Norbert Schwarz
Rosenkopf. Von Norbert Schwarz

Vor 35 Jahren ging im Dorfgemeinschaftshaus in Rosenkopf erstmals der Vorhang zu einem Laienspiel auf. Seither sind die Theaterabende des Laienspielensembles vom Heimat- und Kulturverein bei vielen Fans ein Ereignis, auf das sie sich nach der Weihnachtszeit freuen. Derzeit wird auf der Bühne im DGH eifrig geprobt. In die „Karten“ ließen sich allerdings die Mitwirkenden um Jürgen Plagemann, schon lange „Kopf“ der Laienspieltruppe, nur bedingt schauen. Smileys spielen bei „Modeschau im Ochsenstall“ eine Rolle. Welche? Das wollte niemand sagen. Das sollen die Besucher hautnah miterleben.

 „Es werd werre so, wie uns unser großes Fanpublikum sehe will“, merkt Joachim Plagemann mit einem Augenzwinkern an. Das Bühnenbild aus dem Vorjahr ist noch nicht umgestaltet, doch es wird sich alles wieder auf dem Land, genauer einem Bauernhof, abspielen, verrät Jürgen Plagemann, dem einmal mehr eine tragende Rolle im dreiaktigen Bühnenschwank zufällt. Und, wer die Bühnenakteure des kleinen Ortes schon einmal hautnah erlebte wird sich leicht vorstellen können, mit welcher Ausdrucksstärke auch diesmal alle wieder in eine andere Rolle schlüpfen. Seit Jahrzehnten bereits ist es ein Verdienst von Anita Plagemann, der Ehefrau von Jürgen, diese alles andere als leichte Aufgabe zu meistern. Sie, die auch bei den Darbietungen im Soffleurkasten sitzt und notfalls mit einem Stichwort weiterhilft, habe jedoch einmal mehr ein feines Händchen bewiesen und das richtige Stück unter einem großen Angebot ausgewählt. Mehr noch, der Verlag sei sogar bereit gewesen, die Spielhandlung so zu ergänzen, dass alle Akteure des Heimat- und Kulturvereins zum Einsatz kommen können. Auf jeden Fall geht es schon beim Proben hoch her. Dem setzt Markus Plagemann, der im Stück einen Knecht mimt, die Krone auf. Er nämlich wird im „vorderpfälzischen Singslang“ seine Worttiraden vom Stapel lassen und damit dem bunten Bühnentreiben eine ganz besondere Note verleihen.

Auf unabweisliches Drängen, dass der Merkur-Leser doch zumindest einen kleinen Vorgeschmack zur Handlung bekommen muss, wird dann doch ein Teil der Handlung preisgegeben. Bauer Hartmann hat seinen Hof runtergewirtschaftet. Mit einem neuen Zuchtbullen soll sich das alles ändern. Doch welche Überraschung, der Bulle findet nur an gleichgeschlechtlichen Tieren Gefallen. Der Schreck ist entsprechend groß, doch Freund Franz hat eine zündende Idee. Mit einer Modeschau im Kuhstall soll der Bulle auf den Geschmack kommen. Damit nicht genug. Hofbauer Paul hat nämlich noch ein ganz besonderes Hobby. Er pflegt die Malerei. Doch weil ein Unglück selten allein kommt, zerstört der schwule Zuchtbulle dieses Bild, das bei der Auktion vielleicht die Rettung für den Hof sein könnte. An Turbulenzen fehlt es jedenfalls im Stück, für das sich am 19. Januar um 19.30 Uhr erstmals der Vorhang hebt, nicht. Weitere Spielabende sind am 26. Januar und 2. Februar angesagt. Spielbeginn auch dann stets um 19.30 Uhr.



Geändert hat sich die Rufnummer für die Kartenbestellungen. Die sind nur noch über die Festnetznummer (0 63 72) 8 03 02 05 oder die Handynummer (01 74) 3 08 35 43 möglich.