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Kreisjugendhilfeausschuss
Richtlinien für Freizeiten erneut überarbeitet

 Der Kreisbeigeordnete Peter Spitzer
Der Kreisbeigeordnete Peter Spitzer FOTO: privat
Südwestpfalz. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises will wissen, was bei den Maßnahmen passiert. Von David Oliver Betz

(dob) Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat am Montag die Förderrichtlinien für Jugendpflegemaßnahmen erneut überarbeitet. Dem Passus, wonach bei mehrtägigen Maßnahmen eine grobe formlose Programmübersicht im Förderantrag enthalten sein sollte, wollte Peter Conrad von der Sportjugend aber partout nicht zustimmen.

Zuletzt wurden die Förderrichtlinien 1994 geändert beziehungsweise aktualisiert. Es war also höchste Zeit, diese auf den neusten Stand zu bringen und dabei auch die Qualität der Jugendpflegemaßnahmen zu erhöhen – so zumindest das Ziel von Kreisverwaltung, Kreisjugendpflege, Kreisjugendring und dem Jugendhilfeausschuss. Eine Fassung, die im Dezember 2018 auf den Weg gebracht wurde, fand bei der Sportjugend keinen Anklang. Peter Conrad hatte vor allem den bürokratischen Aufwand kritisiert und auf einige aus seiner Sicht problematische Formulierungen hingewiesen.

Wie Spitzer nun mitteilte, haben sich Kreisjugendring und Kreisvorstand deshalb noch einmal an den Feinschliff gemacht. Außerdem habe er ein langes persönliches Gespräch mit Conrad geführt, um die Irritationen aus dem Weg zu räumen. Ärgerlich sei, dass durch die öffentliche Diskussion der Eindruck entstanden sein könnte, der Landkreis wolle weniger fördern: „Wir haben die Sätze pro Kind und Tag erhöht. Wir wollen mehr fördern, dass möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich hervorheben. Auch haben wir auf Grundlage der neuen Richtlinie noch keinen einzigen Förderantrag abgelehnt.“



Nun ging die geänderte Fassung der Richtlinien als Diskussionsgrundlage in den Ausschuss. Zwei entscheidende Änderungen haben sich ergeben: Eigentlich sollten nur noch mehrtägige Maßnahmen gefördert werden, bei denen mindestens ein Betreuer die entsprechende pädagogische Ausbildung hat. Allerdings, das wurde schon bei der Dezemberfassung betont, würden „selbstverständlich“ auch Maßnahmen gefördert, bei denen langjährige Betreuer dabei seien, „die nachweislich dafür geeignet sind“, so Spitzer. 

Der Jugendhilfeausschuss sprach sich auch dafür aus, dass mehrtägige Freizeiten, wenn sie gefördert werden sollen, durch eine grobe Programmübersicht nachvollziehbar sein sollten. Hier gab es massiven Protest von Conrad. Der Landkreis Südwestpfalz sei die einzige Stelle, die so etwas fordere. Das bedeute Mehraufwand für die Vereine. Damit mache man den Ehrenamtlichen das Leben zusätzlich schwer, argumentierte er. Von dieser Position rückte er auch nach langer Diskussion nicht ab. Bei einer Gegenstimme von Conrad wurde dieses Vorgehen dennoch in die Richtlinien aufgenommen. Nun geht der neuerliche Entwurf in den Kreistag.