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Südwestpfalz ist nicht bei "Landzukunft" dabei

Zweibrücken/Pirmasens. "Landzukunft" - große Hoffnungen hat die Südwestpfalz auf ein Modellprojekt der Bundesregierung gesetzt, um mit dessen Hilfe den Folgen des demografischen Wandels begegnen zu können. Ihre Bewerbung unter dem Titel "Lebensraum für Innovation - Perspektive Fachkraft Südwestpfalz" ist allerdings im Auswahlverfahren gescheitert

Zweibrücken/Pirmasens. "Landzukunft" - große Hoffnungen hat die Südwestpfalz auf ein Modellprojekt der Bundesregierung gesetzt, um mit dessen Hilfe den Folgen des demografischen Wandels begegnen zu können. Ihre Bewerbung unter dem Titel "Lebensraum für Innovation - Perspektive Fachkraft Südwestpfalz" ist allerdings im Auswahlverfahren gescheitert. Was bleibt, ist das Konzept zur Überwindung des Fachkräftewandels, das nun im Zuge der Standortinitiative Südwestpfalz verwirklicht werden soll.Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte im vergangenen Winter 17 Regionen in Deutschland, die vom demografischen Wandel besonders betroffen sind, aufgefordert, eine Bewerbung für das Modellprojekt "Landzukunft" abzugeben, darunter auch den Landkreis Südwestpfalz. 30 000 Euro wurden als Zuschuss gewährt, um das Bewerbungskonzept zu erstellen. Der Landkreis holte sich die beiden Nachbarstädte Pirmasens und Zweibrücken mit ins Boot, um ein gemeinsames Konzept für die Südwestpfalz zu erstellen - als Schwerpunkt wurde ein gemeinsames Programm gegen den drohenden Fachkräftemangel gewählt.

Erhofft haben sich die beiden Städte und der Landkreis, als Modellregion ausgewählt zu werden, denn als solche hätte die Region drei Jahren lang jeweils 600 000 Euro bekommen zur Umsetzung ihres Konzeptes. Mit der Integration in die Standortinitiative Südwestpfalz - sie ist pro Jahr mit 250 000 Euro ausgestattet - hätte auch dieses Regionalmarketingprojekt einen finanziellen Schub erhalten, denn mit der Zusatzfinanzierung wären auf drei Jahre jeweils knapp eine Million Euro für die Standortinitiative geflossen.

Der große Optimismus bei der Bewerbungspräsentation ist einer noch größeren Enttäuschung gewichen. Die Südwestpfalz-Bewerbung ist gescheitert, aus Rheinland-Pfalz wurde die Region Birkenfeld ausgewählt, darüber hinaus noch Dithmarschen, Holzminden und Uckermark.



Geblieben ist der Region das Bewerbungskonzept, das laut Ruven Fritzinger, Pressesprecher der Kreisverwaltung, nun in der Standortinitiative verwirklicht werden soll, die sich ebenfalls den Fachkräftemangel zum Thema gemacht hat. Und immerhin hat die erfolglose Bewerbung die Südwestpfalz nichts gekostet, so Fritzinger: "Die 30 000 Euro haben für die Konzepterstellung ausgereicht." glö