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Sternsinger
Sternsinger mit offenen Armen empfangen

Auch in Contwig waren jetzt die „Drei Könige“ bei vielen Familien zu Gast. Die Aufnahme entstand beim Entsendungsgottesdienst mit Kaplan Matthias Schmitt; oben rechts: Pfarrer Johannes Müller.
Auch in Contwig waren jetzt die „Drei Könige“ bei vielen Familien zu Gast. Die Aufnahme entstand beim Entsendungsgottesdienst mit Kaplan Matthias Schmitt; oben rechts: Pfarrer Johannes Müller. FOTO: nos
Contwig. Die 23 kleinen Sternsinger von „Sankt Laurentius“ haben in Contwig gut 4500 Euro eingesammelt. Überall waren die Kinder willkommen. Von Norbert Schwarz

Spendenfreudig zeigten sich zirka 600 Contwiger Familien, die von den 23 kleinen Sternsingern der Kirchengemeinde „Sankt Laurentius“ besucht wurden. Die kleinen Singer besuchten die Familien nach dem Dreikönigs-Tag und malten „20*C+M+B*18“ mit weißer Kreide an den Türrahmen der Haustür, die Eingangspforte selbst oder den dafür vorgesehen Platz in der Wohnung. 4500 Euro lagen zum Schluss in den Sammelbüchsen der Kinder, gut 500 Euro mehr als letztes Jahr und noch immer werden Geldspenden abgegeben

Ziemlich geschafft waren in den frühen Abendstunden die 23 kleinen und größeren Sternsinger mit ihren acht erwachsenen Betreuern, welche sie auf ihrem Zug durch den Ort begleiteten. Als Sternträger oder mit einer Krone auf dem Haupt in der Rolle von König Caspar, Melchior und Balthasar waren sie beim Sonntagsgottesdienst von Kaplan Matthias Schmitt und zahlreichen Gottesdienstbesuchern auf die Dorfreise geschickt worden. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit. In Indien und weltweit“: In 27 Bistümern Deutschlands kommt es zu dieser „Sternsingeraktion“,die vom Kindermissionswerk getragen wird. Bei den vorausgegangen 59 bundesweiten Aktionen kamen bereits rund 47 Millionen Euro zusammen und auch jetzt bei der 60. Sternsingeraktion haben die kleinen drei Könige zusammen mit den Sternträgern etliches an Spenden eingesammelt. Jeder der kleinen und größeren Teilnehmer der Sternsingeraktion weiß, dass nicht etwa die Anfangsbuchstaben von Caspar, Melchior und Balthasar für das C+M+B stehen, sondern vielmehr die Abkürzung für Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus steht.

Kinder in rund 100 Ländern der Welt können mit dem Geld aus den Sammelbüchsen unterstützt werden. Abgewiesen wurden die Sternsinger vor keiner Tür, sagte Hedi Bender und meinte, dass das auch dann nicht der Fall sei, wenn nicht der Wunsch nach einem Kommen der Sternsinger schon vorher angemeldet worden wäre.



„Wir stoßen in Contwig jedes Jahr auf offene Türen und offene Herzen, wie das tolle Spendenergebnis zeigt“, freute sich Bender. Mit farbigen Gewändern und Kronen auf dem Haupt, dem vorausgehenden Sternträger nachfolgend, waren die Kinder bis zum Einbruch der Dunkelheit durch Contwig gezogen. Für die Gewänder sorgen die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) aus der Kirchengemeinde Sankt-Laurentius. Neben den Geldspenden bekamen auch diesmal die Kinder viele Süßigkeiten und Obst für sich. Taschen ließen sich damit füllen. Mittags hatte es eine Stärkung gegeben und die zusätzlichen Gaben wurden abends verteilt. Dabei ist es längst eine Tradition, dass das, was von den Kindern zum Abschluss nicht mitgenommen wird an besondere Einrichtungen verteilt wird. Dazu zählen beispielsweise die Heinrich-Kimmle-Stiftung oder die Tafel Zweibrücken. Im Ortsteil Stambach übrigens werden die Sternsinger an diesem Wochenende an die Türen des Ortsteils klopfen und um eine Gabe bitten.