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Startschuss für Dorferneuerung

 Etwas oberhalb des Emmerer Brunnens in Kleinsteinhausen (Bildmitte) soll in Eigenleistung ein Bouleplatz entstehen. Solche Projekte werden jetzt bei der Dorfmoderation angesprochen. Foto: cos
Etwas oberhalb des Emmerer Brunnens in Kleinsteinhausen (Bildmitte) soll in Eigenleistung ein Bouleplatz entstehen. Solche Projekte werden jetzt bei der Dorfmoderation angesprochen. Foto: cos FOTO: cos
Kleinsteinhausen. Demnächst haben die Bürger von Kleinsteinhausen das Wort. Dann heißt es Ideen und Vorschläge für die Zukunft der Gemeinde zu sammeln. Am 23. Juli läutet die sogenannte „Dorfmoderation“ die anvisierte Dorferneuerung ein. Norbert Schwarz

Die Zukunftsweichen wollen Ortsbürgermeisterin Martina Wagner und die Ratsmitglieder für ihren Heimatort stellen. Besonders wichtig sei es, dass die Bürger mit ins Boot geholt werden, sich in den künftigen Entwicklungsprozess einbringen. Die Möglichkeit dazu wird ihnen am 23. Juli bei der Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation gegeben. Frei von der Leber können sie an diesem Abend im Dorfgemeinschaftshaus sagen, was ihnen gefällt, was sie gern geändert hätten und wohin künftig die Reise gehen soll.

Die Dorferneuerung sei ein Marathonlauf und kein Rennen über eine Kurzstrecke, meinte Dorfplaner Hans-Jürgen Wolf vom gleichnamigen Architekturbüro in Kaiserslautern in einem Pressegespräch. Was wollte er damit sagen? Nun, niemand dürfe erwarten, dass sich Grundlegendes von heute auf morgen ändere. Dazu bedürfe es aufgrund der geringen vorhandenen finanziellen Mittel im Ort, vieler Ideen und insbesondere viel Bürgerengagement. Darum ist der Ortsbürgermeisterin Martina Wagner nicht bange und erinnert beiläufig an den inzwischen zur festen Einrichtung gewordenen Mittagstisch, wo fast ein Dutzend Männer und Frauen für Bürger kochen und gemeinsam speisen. Es sei das Zusammengehörigkeitsgefühl, auf das es ankomme, sagt Wagner und erzählt, wie gern die Bürger bei dieser gemeinsamen Mahlzeit zusammensitzen und sich austauschen.

Zukunftswege mit den Dorfbewohnern zu besprechen, Anregungen zu diskutieren, der Waldfriedhof von Kleinsteinhausen wird am Abend der Dorfmoderation mit Sicherheit auch ein Thema sein. Der Geseilwald welcher sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Friedhofes befindet, soll dafür genutzt werden. Im Augenblick laufen die entsprechenden Gespräche mit der Forstverwaltung. Nur eine Bestattung in ganz bestimmten Urnen ist bei dieser Bestattungsform möglich und wie die Ortsbürgermeisterin beim Pressegespräch schon mal verriet, sei diese zusätzliche Bestattungsform schon eifrig von den älteren Mitbürgern diskutiert worden.

Für die Naherholung wollen die Kleinsteinhauser gleichfalls noch mehr tun. Das Wassertretbecken am Emmerer Brunnen sei bei diesen "Hundstagen" stark frequentiert gewesen, versichert Wagner. Aus der Bürgerschaft sei der Wunsch gekommen, oberhalb dieses Geländes einen Bouleplatz anzulegen. Zwischen Bolzplatz und dem Emmerer Brunnen , zur weiteren Verbesserung des Naherholungswertes im Heimatdorf.