| 21:20 Uhr

Sommerfest als Dorffest
Pulled-Pork-Welle erreicht Kleinsteinhausen

 Am langen Samstagabend spielte die Band „Fly over X“ auf.
Am langen Samstagabend spielte die Band „Fly over X“ auf. FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. Das zarte rauchige Schweinefleisch kam beim Kleinsteinhauser Sommerfest bestens an. Den Fest-Erlös teilen sich die Vereine. Von Norbert Schwarz

Zwei Tage lang feierten die Kleinsteinhauser sonst üblicherweise das Dorffest. Das hat in zwischen nicht nur einen anderen Namen bekommen, gefeiert wird jetzt auch nur noch an einem Tag.

„Feste, gleich welchen Namen sie tragen, stehen und fallen mit dem Helferengagement. Mitgestalter sind gefragt, sie sind die halbe Miete für den späteren Erfolg“, sagte die wiedergewählte Ortsbürgermeisterin Martina Wagner, die am Samstag selbst mit gutem Beispiel voranging und sich die Arbeitsschürze anlegte, um zuzupacken, nachdem sie in den frühen Nachmittagsstunden bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein das erste Fass anzapfte. Ähnlich wie sich die große Helferschar für das Fest und die vielen Besucher ins Zeug legen, gingen die Musiker des heimischen Blasorchesters „Schwarze Husaren“ ans Werk und sorgten für einen stimmungsvollen Festauftakt. Die Temperaturen erreichten nicht ganz das Hoch des vorigen Jahres, und darüber klagte niemand auf dem Festplatz am Scheuerwald, wo der alte Baumbestand notgedrungen den Motorsägen der Baumfäller zum Opfer fiel. Die Aufforstungsarbeiten sind zwar schon wieder abgeschlossen, dennoch wird es noch etliche Jahre dauern, bis der Festplatz in seiner gewohnten Art wieder Schatten spendet.

Etwa 60 Helfer waren fürs Sommerfest im Einsatz. „Die Festküche hatte dabei auch wieder eine neue Kreation zu bieten, erstmals gab es bei unserem Sommerfest den gegenwärtig im Trend liegenden „Pulled-Pork-Burger“, merkte Martina Wagner an und freute sich, dass das zarte Schweinefleisch mit rauchiger Note auf dem Burger-Brötchen zusammen mit den übrigen Beilagen bei den Besuchern bestens ankam.



Der Förderverein Dorfgemeinschaft Kleinsteinhausen als Organisator bekommt 30 Prozent des Festerlöses, um die Fixkosten zu decken. Der Rest wird unter den Vereinen aufgeteilt, nach der Zahl der Helferstunden. Mit dem was beim Förderverein Dorfgemeinschaft, wo die Ortsbürgermeisterin Vorsitzende ist unterm Strich übrig bleibt, hat Martina Wagner noch keinen konkreten Verwendungszweck diesmal. „Wir mussten letztes Jahr das Dach bei der Hütte erneuern, jetzt werden wieder neue Dinge auf uns zukommen. In einem Ort, wo es an finanziellen Mitteln hinten und vorn fehlt, kann man nicht genügend Geld beischaffen, um die vielen Kostenlöcher stopfen zu können.“

Die kleinen Festbesucher kamen auch dieses Jahr nicht zu kurz. Sie konnten sich auf der knallroten Hüpfburg nach Herzenslust austoben, fanden es großartig dass, wie die Jahre zuvor, mit Schießbude, Zuckerwaren- und Spielstand auch diesmal eine Art Vorfreude auf die Kerwetage aufkam. Apropos Kerwe und Kerwefraggles, die Dorfjugend betrieb wie immer die Bar zur fortgeschrittenen Stunde und erst in den frühen Morgenstunden sollen dort die letzten Sommerfestbesucher von den Barhockern abgestiegen sein.