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Verbandsgemeindewerke-Ausschuss Zweibrücken-Land
Sommer stoppt Rückgang beim Wasser

Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jürgen Gundacker (SPD).
Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jürgen Gundacker (SPD). FOTO: Marco Wille
Contwig. Werkleiter Eckart Schwarz informierte den Ausschuss der Verbandsgemeindewerke Zweibrücken-Land über den Stand der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Das Gremium vergab Aufträge für mehrere Arbeiten in Contwig. Von Fritz Schäfer

Bei der Wasserversorgung erwartet der Leiter der Verbandsgemeinde-Werke, Eckart Schwarz, auch für die Jahre 2017 und 2018 einen Gewinn. „Damit können wir weiter Rücklagen für Investitionen im kommenden Jahr bilden“, sagte Schwarz in der Sitzung des Werkausschusses. Zumal er davon ausgeht, dass nicht alle angedachten Baumaßnahmen durchgeführt werden.

Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) merkte zum Zwischenbericht der Werke an, dass in dem „heißen und trockenen Sommer“ 2018 die Werke wieder mehr Wasser verkauft hätten. Außerdem sei das Wasser von einer „hervorragenden“ Qualität, wie die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten. Schwarz erklärte, dass auch die Abwasserbeseitigung 2017 und 2018 vermutlich wieder Gewinne ausweisen wird. Dabei wirkte sich die Erhöhung der Gebühren 2017 aus. Mit dem Gewinn würden Verluste der Vorjahre ausgeglichen und Investitionen ermöglicht.

Im Jahresabschluss 2016, den Diplom-Kaufmann Markus Grötecke vom Büro Dornbach aus Mainz erläuterte, machte die Abwasserbeseitigung einen Verlust von rund 556 000 Euro. Grötecke wies darauf hin, dass in den kommenden Jahren Investitionen in eine weitere Reinigungsstufe bei den Klärwerken auf die Werke zukommen könnten. Schwarz dazu: „Das sind noch ungelegte Eier.“



Beim Wasser machten die Verbandsgemeindewerke 2016 dagegen einen Gewinn von 55 000 Euro, der den Rücklagen zugeführt wird. In dem Jahr war die Hauptwasserleitung in der Contwiger Blumenstraße die größte Einzelmaßnahme. Der Wasserverlust 2016 von 8,8 Prozent „passt in der ländlichen Region“, sagte Grötecke. Der Ausschuss empfahl dem Verbandsgemeinderat, den Jahresabschlüssen zuzustimmen.

Die Fasaneriestraße in Contwig soll ausgebaut werden. Wegen der Schäden im Kanal soll eine Innensanierung durchgeführt werden und sollen im Zuge des Straßenausbaus auch die Hausanschlüsse soweit erforderlich erneuert werden. Die Ingenieurarbeiten für die Innensanierung wurden dem Büro HWB Concept zum Preis von 27 600 Euro übertragen. Die Ingenieurleistungen für die Hausanschlüsse wurde an die Firma id & consult Vatter zum Preis von 55 000 Euro vergeben. Die Kanalinnensanierung wurde an den wirtschaftlichsten Bieter zum Preis von 189 000 Euro vergeben.

Der Werkausschuss vergab die Ingenieurleistungen für die Kanal- und Wasserleitungen im Zuge des Ausbaus des Riedelberger Wegs in Höhe von 15 600 Euro an das Planungsbüro Wolf. Die Ingenieurleistungen für die Erneuerung des Pumpwerks am Hexenhaus in Contwig in Höhe von 22 600 Euro übernimmt das Büro Dilger aus Dahn. Der Ausschuss beschloss, den Auftrag zur Erstellung der Wasserrechtsanträge für Großbundenbach, Kleinbundenbach und Käshofen in Höhe von 12 500 Euro an das Büro Obermeyer zu vergeben.