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Abwechslungsreiche Treffen
40 Jahre Seniorenstube Contwig

 Inge Seebach und Gundi Schulz (v.l.) vom „Seniorentheater Niederauerbach“ proben hier einen Sketch. Die Gruppe trat gestern beim 40-jährigen Jubiläum der Seniorenstube Contwig auf.
Inge Seebach und Gundi Schulz (v.l.) vom „Seniorentheater Niederauerbach“ proben hier einen Sketch. Die Gruppe trat gestern beim 40-jährigen Jubiläum der Seniorenstube Contwig auf. FOTO: Cordula von Waldow
Contwig. Die katholische Gemeinde feierte dieses Jubiläum gestern mit einem bunten Programm. Das Niederauerbacher Seniorentheater präsentierte lustige und nachdenkliche Sketche.

An jedem zweiten Dienstag im Monat erklingen nachmittags im Pfarrheim der katholischen Gemeinde St. Laurentius in Contwig altbekannte Lieder und fröhliches Lachen. Um 14 Uhr treffen sich hier die Senioren der Gemeinde zum geselligen Austausch und heiteren Miteinander bei Kaffee und Kuchen. Am gestrigen Dienstag, 11. Juni, feierte die Contwiger „Seniorenstube“ ihr 40-jähriges Jubiläum. Dazu hat die Leiterin, Hedi Bender, das „Seniorentheater Niederauerbach“ eingeladen.

In kurzen Sketchen zeigte das Quartett, dass man selbst im Rentenalter keineswegs zum alten Eisen gehört. Nachdenkliches und Heiteres, Themen mitten aus dem Leben, wollen belustigen und zum Denken anregen.

Im Januar 1979 trafen sich 60 betagte Bürger aus Contwig zur Gründungsversammlung der „Seniorenstube“. „Die Initiative ging damals von der Katholischen Pfarrgemeinde aus“, erinnert sich Hedi Bender. Als Leiterin konnte Agnes Zobel gewonnen werden. Später übernahm Elisabeth Burkhart den Seniorenkreis, den sie dann an Maria Semar übergab. Im Juni 2013 übernahm Hedi Bender die Leitung der „Seniorenstube“.



Sie berichtet: „Es war und ist weit mehr als ein Kaffeeklatsch.“ In den Anfangsjahrzehnten wurden regelmäßig interessante „Fahrten ins Blaue“ organisiert. Jedes Jahr fanden offizielle Treffen der Senioren aus dem damaligen „Zweibrücker Pfarrverband“ statt. Beim „Fischerfest“ auf der Riedelberger Mühle und bei Faschingsveranstaltungen wurde jeweils ein buntes Programm angeboten. Senioren-Gymnastik und Seniorentanz sorgten für ein Mindestmaß an gesundheitsfördernder Bewegung und machten zudem allen Teilnehmern viel Spaß. Mit zunehmendem Alter habe die Reisefreudigkeit der Senioren mittlerweile nachgelassen.

Doch wird jedes Treffen mit einem bunten Programm bereichert. Hedi Bender zählt auf: „Sketche, Gedichte, Vorträge, auch Bildvorträge – und es wird eifrig gesungen und die Geburtstagskinder hochleben gelassen“ bevor sie sich mit Kaffee und Kuchen, Belegten und ‚Kässchmeer’ stärken.“

Zu den Höhepunkten der Seniorenstube zählt der Besuch des benachbarten Kindergartens, sei es im Sommer oder an St. Martin. „Alt und jung ist eine gute Kombination“, berichtet die Leiterin von strahlenden Augen aller Anwesenden.

Auch die Adventsfeier werde immer sehr schön und stimmungvoll gestaltet. Hier versammeln sich meist mehr als die durchschnittlich 25 bis 35 regelmäßigen Besucherinnen und Besucher. Jedes neue Jahr wird gemeinsam mit einem feierlichen Gottesdienst am Jahresanfang in der Kirche begrüßt. „Es wäre natürlich schön, wenn sich noch mehr Senioren unserer Gruppen anschließen würden“, wünscht sie Hedi Bender. Sie lacht: „Das Alter spielt keine Rolle.“