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Selbstvermarktung der neuen Bauplätze in Contwig hoch im Kurs

Contwig. Die Contwiger glauben an die Attraktivität ihres Ortes für potenzielle Häuslebauer. cos

Diesen Schluss zieht Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann aus der Tatsache, dass die Grundstückseigentümer im neuen Teil des Neubaugebietes "Am Bohnrech" (80 Bauplätze) ihre Parzellen allesamt selber vermarkten wollen. Rechne man nicht kurzfristig mit Bauwilligen, erläutert Bärmann, sei man eher gewillt, die Grundstücke der Gemeinde zu verkaufen um nicht auf möglichen Erschließungskosten sitzen zu bleiben.

Ausgezahlt hat sich in diesem Zusammenhang nach Auskunft der Gemeinde auch die gute Erfahrung, die man mit dem Erschließungsträger für den ersten Bauabschnitt gemacht hatte. Karl-Heinz Bärmann: "Mit der Westpfälzischen Ver- und Entsorgungs-GmbH (WVE), einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Kaiserslautern, haben wir einen Partner an der Hand, der die Baulanderschließung so umsetzt, wie wir als Gemeinde das auch realisieren würden.", so der Ortsbürgermeister.

Beim Seitershang, dem Geländebereich in Schwimmbadnähe und dem Einkaufsmarkt, sollten ursprünglich gleichfalls Wohngrundstücke geschaffen werden. Die Rechtskraft des Bebauungsplanes liegt schon etliche Jahre zurück, die Bodenordnung ist abgeschlossen. Jetzt aber wird eine neue Entwicklung an dieser Stelle eingeleitet. Gegenüber dem vorhandenen Einkaufsmarkt wird sich Aldi ansiedeln. "Im Augenblick gehen wir davon aus, dass im Frühjahr 2017 dort die Kunden aus dem gesamten Schwarzbachtal ihren Einkauf tätigen können. Manche Dinge brauchen halt ihre Zeit, aber mit dem weiteren Einkaufsmarkt haben wir ohne Zweifel die Attraktivität von Contwig als Wohngemeinde nochmals erhöht", freut sich Bärmann.



Dabei werden die Aufgaben im alten Ortskern auf keinen Fall vernachlässigt, merkt Bärmann an und lenkt den Blick auf das umfangreiche Straßenerneuerungsprogramm, das - dank der wiederkehrenden Beiträge - gerade im Gemeinderat für die nächsten fünf Jahre geschnürt wurde. Das Erneuern der Blumenstraße steht mit einem Kostenaufwand von rund 300 000 Euro an, Bogen- und Frühlingstraße sollen hinzu kommen. Dabei verfolgt die Gemeinde ein 25-Punkte-Programm, das das Land für den Wegfall des Flugplatzes Zweibrücken als Hilfsprogramm erstellte und Contwig somit ins Städtebauförderungsprogramm katapultierte. Die Kostenanteile der Gemeinde bei solchen Straßenausbaumaßnahmen fördert das Land mit 75 Prozent.