| 21:09 Uhr

Sefrin setzt auf Eigenleistung

 Paul Sefrin hat viele Pläne für Bechhofen. Foto: jam
Paul Sefrin hat viele Pläne für Bechhofen. Foto: jam
Bechhofen. Eines der größten Projekte der nächsten Zeit wird in Bechhofen die Weiterentwicklung des Dorfzentrums sein. "Die Baugenehmigung für den Umbau des Kuhstalls, des ehemaligen Anwesens Bold zu einer Praxis für Krankengymnastik und Massagen, liegt vor", berichtet Sefrin Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Bechhofen. Eines der größten Projekte der nächsten Zeit wird in Bechhofen die Weiterentwicklung des Dorfzentrums sein. "Die Baugenehmigung für den Umbau des Kuhstalls, des ehemaligen Anwesens Bold zu einer Praxis für Krankengymnastik und Massagen, liegt vor", berichtet Sefrin. Außerdem sollen dort öffentliche Toiletten entstehen, die vor allem bei Veranstaltungen genutzt werden können. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 230 000 Euro. Vom Land soll es 81 000 Euro Zuschuss geben. Die Gemeinde selbst kann lediglich 23 000 Euro aufbringen. Der Rest muss mit Krediten finanziert werden, erläutert Sefrin. Diese Schulden würden aber durch den Mietvertrag mit dem Investor abgedeckt. Sefrin hofft, dass die Gemeinde durch Eigenleistung jede Menge Geld einsparen kann: "Solche Arbeitseinsätze hat es im Ort früher öfter gegeben. Mit dem Ausbau des Kuhstalls soll aber längst noch nicht Schluss sein. In einem fünften Bauabschnitt soll in naher Zukunft auch am Wohnhaus des ehemaligen Bauernhofes angepackt werden." Auch der alte Dorfbrunnen soll in diesem Jahr wieder hergestellt werden.Sorgen bereitet dem Ortsbürgermeister das Dorfgemeinschaftshaus. Hier habe es erst vor kurzem einen heftigen Streit mit einem Nachbarn gegeben, der vor dem Verwaltungsgericht entschieden worden ist. Der Nachbar hatte wegen Lärms bei einer Veranstaltung geklagt und in zweiter Instanz den Prozess verloren. Demnach kann die Gemeinde im Jahr zwölf Sonderveranstaltungen in dem Gebäude durchführen. "Doch nach 22 Uhr darf auf keinen Fall der Haupteingang benutzt werden und die Fenster zum Schmittenflur und zur Schulstraße müssen geschlossen bleiben", warnt Sefrin. Gerade dies schrecke viele Nutzer ab. Der Gemeinderat soll deshalb in der nächsten Zeit über ein Konzept beraten, das die Nutzung, Reinigung und die Gebühren für das Haus festlegt. Dann soll über die Sanierung entschieden werden. Der Bürgermeister kann sich in diesem Zusammenhang ein Nahwärmenetz mit der Grundschule und dem Kindergarten gut vorstellen. Die Gemeinde überlegt zudem, die Kerwe von der Hauptstraße an das Dorfgemeinschaftshaus zu verlegen.

Desweiteren soll es in Bechhofen einen Seniorenbeauftragten geben, der sich um die Belange der älteren Menschen im Ort kümmert. "Hierfür suchen wir noch eine geeignete Person", erklärt der Bürgermeister, der auch ein Konzept für den Friedhof ausarbeiten möchte. Hier müsse der aktuellen Nachfrage Rechnung getragen werden. Zu beachten sei, dass es sich um ein Areal mit felsigem Untergrund handele.



Zur Person

Paul Sefrin ist 51 Jahre alt und wurde in Contwig geboren. In Bechhofen lebt er seit 1995. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und als Diplom-Ingenieur beim Katasteramt in Kusel beschäftigt. Von 2005 bis vor wenigen Tagen war er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Seit 2009 leitet er als Ortsbürgermeister die Geschicke des Dorfes. In seiner Freizeit spielt Sefrin in der Musikkapelle St. Michael. nob