| 20:33 Uhr

Schwarze Husaren
Gute-Laune-Konzert der Husaren

 Vorwiegend bekannte und beliebte Melodien quer durch alle Musikrichtungen boten die „Schwarze Husaren“ bei ihrem Frühlingskonzert.
Vorwiegend bekannte und beliebte Melodien quer durch alle Musikrichtungen boten die „Schwarze Husaren“ bei ihrem Frühlingskonzert. FOTO: Cordula von Waldow
Kleinsteinhausen. Mit seinem abwechslungsreichen Potpourri bekannter und beliebter Melodien quer durch viele Musik-Stilrichtungen brachten die „Schwarze Husaren“ beste Stimmung in das gut besetzte Dorfgemeinschaftshaus in Kleinsteinhausen. Von Cordula von Waldow

Mit einem höchst abwechslungsreichen Konzert begrüßte der Musikverein „Schwarzen Husaren“ in Kleinsteinhausen und seine rund 150 Gäste am Sonntag im Spätnachmittag in der Mehrweckhalle den Frühling. Das 22-köpfige Blasmusik-Chorps unter der langjährigen Leitung von Erich Gingrich besticht neben der spürbaren Spielfreude und seinem modernen Klang vor allem durch seine Präzision bei anspruchsvollen Tempi- und Stimmungs-Wechseln sowie den fein abgestimmten „Dialogen“ zwischen den einzelnen Stimmen.

Besonders gut kam dies in den Medleys zur Geltung. Mit einem bunten Streifzug durch die Hits der wohl beliebtesten Pop-Gruppe Abba mit ihrem Eurovision-Siegertitel „Waterloo“, „Thank you for the music“ oder „I have a dream“, dem italienischen Urlaubs-Feeling mit unter anderem „Volare“ oder „Ciao, ciao, bamino“ oder den schönsten Disney-Melodien.

„Vertraute Melodien und schöne Erinnerungen für jedes Alter“, kommentierte Volker Theuscher, der informativ und unterhaltsam durch das Programm führte. Vorwiegend bekannte und beliebte Melodien quer durch alle Musikrichtungen von Pop- und Countrymusik über Filmmelodien, jazzigen Titeln oder klassischer Blasmusik mit Volksmusik und Märschen wie „Stars and Stripes“ auf moderne Art und Weise inszeniert, ließen das begeisterte Publikum mitwippen, singen oder summen, klatschen oder schunkeln.



Mit „Salome“ von Robert Scholz wagte sich das Orchester sogar an orientalische Musik heran.

Eine Premiere war unterdessen das Hauptthema aus „Lord of the rings“ (Herr der Ringe). „Die Noten kamen verspätet bei uns an, wir haben es nur zweimal geübt. Viel Glück“, wünschte Erich Gingrich nicht zuletzt seinen Musikern. Melodisch und mystisch wie im Hobbit-Land, wenngleich mit gewollten Klangreibungen wegen der folgenden Dramatik, lag bei diesem Stück die Herausforderung in der Tonart mit vier Kreuzen, die die Musiker souverän und klangschön meisterten.

Bei „Smoke on the water“ von Deep Purple, dem in den USA bekanntesten Song nach der Nationalhymne, hielt es fast niemanden mehr auf dem Sitz.

Die große Überraschung war jedoch der Dirigentenwechsel gleich nach der Pause. Der Nachwuchsdirigent, (Solo)-Trompeter Christian Süs, übernahm für das schmissig-rhythmische „Auf zum Start“ und die Ouvertüre zu „Indian River“ den Dirigentenstab. „Wir haben das zweimal geübt. Ich sehe Erich ja schon lange zu“, sagte der 19-Jährige, der ein Duales Studium im Finanzwesen absolviert und in diese ehrenamtliche Tätigkeit „ganz langsam hineinwächst“. Bei der Zugabe, dem Fliegermarsch als „Vereinsmarsch“ der Schwarzen Husaren, durfte das Publikum mitsingen.

Renate Breneis-Seiden ist Stammgast bei den „Schwarze Husaren“: „Sie bieten immer ein abwechslungsreiches, interessantes, modern interpretiertes Konzert“, lobt sie. Für das leibliche Wohl sorgten die Landfrauen.