| 20:29 Uhr

Schwarze Husaren in Spiellaune

 Im Vordergrund von links: Christian Süs, Erich Gingrich und Nikolas Fröhlich. Foto: Margarete Lehmann
Im Vordergrund von links: Christian Süs, Erich Gingrich und Nikolas Fröhlich. Foto: Margarete Lehmann FOTO: Margarete Lehmann
Kleinsteinhausen. Der Musikverein Schwarze Husaren aus Kleinsteinhausen gab zusammen mit seinem Jugendorchester ein Frühjahrskonzert. Im Juni (17. bis 19.) feiern sie ihr 50-jähriges Jubiläum. Peter Fromann

Wer und wie ist der Südpfälzer eigentlich? Die Frage stellten sich die Musiker der Schwarzen Husaren in ihrem Frühjahrskonzert. Antwort gab der neue Marsch "Der Südpfälzer", komponiert von Timo Dellweg aus Thaleischweiler. Der muss es ja wissen, ist er doch selbst sozusagen einer. Also der Südpfälzer ist ein sympathischer Typ mit viel Schwung und guter Laune, aufbrausend, aber auch romantisch, ausgewogen und optimistisch; so war es zu hören. Dem bleibt nichts hinzuzufügen, so kann er bleiben, der Südpfälzer. In der Festschrift zum 30-jährigen Jubiläum schrieb ein Husar kurz und treffend: "Von Tuten und Blasen eine Ahnung".

Im Juni feiern sie ihr 50-Jähriges. Und es wird mit Begeisterung und viel Gefühl auf hohem Niveau musiziert. Das bewies das Frühjahrskonzert in jeder Phase des Programms. Es begann der Nachwuchs - das Jugendorchester, das zwar durch berufliche Abgänge leicht geschwächt war, aber ergänzt durch eine reife tiefe Stimme von den Aktiven zu rundem Klangbild fand.

Beim musikalischen "Probealarm" von Peter Janka blies Orchesterleiter Erich Gingrich mit, die Jugendlichen Christian Süs und Nikolas Fröhlich munter und sehr präzise im Verbund. In "Irish Dream" wird das wunderschöne Irland gemalt: "Zerklüftete Küste und raue Meerwinde", wie Gingrich erläutert.



Die Aktiven, unterstützt vom gesamten Jugendorchester, setzten gleich schöne Akzente mit des "Großen Kurfürsten Reitermarsch". Polkas folgten, Maske in Blau mit "Ja, das Temperament", ein Portrait des großen Lloyd Webber: "Starlight Express", "Jesus Christus Superstar" und dem Phantom der Oper" (da bleibt kein begeistertes Auge trocken), dann "Granada", "Tropicana" mit der paradiesischen "Copocabana", anderes mehr und zum Schluss ein Paso Doble mit Stierkampfatmosphäre: "Espana Cani". Konzertierend dabei natürlich, nimmermüde trotz weit über 80, Urgestein Erwin Plickat mit seiner Trompete: "Bei den Husaren bin ich immer gern dabei", sagt er. Wie auch alle Blasmusikfreunde. Jetzt warten alle auf die Jubeltage zum 50-Jährigen vom 17. bis 19. Juni auf dem Gelände des FC Kleinsteinhausen .