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Schwarze Husaren in Bestform

 Unter der Leitung von Erich Gingrich spielten die Schwarzen Husaren beim Muttertagskonzert. Foto: Margarete Lehmann
Unter der Leitung von Erich Gingrich spielten die Schwarzen Husaren beim Muttertagskonzert. Foto: Margarete Lehmann FOTO: Margarete Lehmann
Kleinsteinhausen. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kleinsteinhausen war bis auf den letzten Platz besetzt, als am vergangenen Sonntag der Musikverein Schwarze Husaren sein traditionelles Muttertagskonzert gab. Peter Fromann

. Schon seit einigen Jahren lädt der Musikverein Schwarze Husaren am Muttertag zu einem Konzert ins Dorfgemeinschaftshaus in Kleinsteinhausen ein, eine beliebte Veranstaltung. Erst spielt immer das Jugendorchester, besetzt mit "nur" neun Musikern, aber die stellen einiges auf die Beine, dann das große Blasorchester, in das die Jugend integriert ist. "Ich habe mein Ziel erreicht", sagt Erich Gingrich, Leiter des Orchesters: "Ich wollte vor genau zehn Jahren ein Jugendorchester gründen, aus dem heraus ich neue Kräfte und Impulse für das große Orchester gewinnen wollte, das ist gelungen." Im Dezember werden die Jugendlichen zum Zehnjährigen entsprechend geehrt werden. Vorsitzende Miriam Schäfer drückte sich in ihrer Begrüßungsrede sehr poetisch aus: "Wir Musiker sind die Blumen in Erichs Garten." Heiterkeit kam auf, und Erich strahlte und bedankte sich.

Mit dem "Bolero Nocturno" stellten sich die verschiedenen Register vor. "La Vida Mexicana" erinnerte musikalisch an die Azteken und Mayas mit ihren Hochkulturen. Mit "Yellow submarine" von den Beatles und zwei Zugaben verabschiedete sich das Jugendorchester unter großem Beifall.

Das große Orchester wählte einen "Fröhlichen Auftakt". Ganz lyrisch und sensibel das "Echo vom Königsee" mit den Trompetern Philipp Sustrat und Florian Behr, das gefiel außerordentlich. Dann "Fascinating Drums" mit einem Solo für Schlagzeug und Rhythmusgruppe. Nach der Pause dann der berühmte italienische "Florentiner Marsch". Glenn Miller darf nicht fehlen, unvergessen sein "American Patrol", die "Moonlight-Serenade" und natürlich "In the Mood". Eine "Visit to George Gershwin" mit einem Medley seiner schönsten Melodien kam sehr gut an: "Rhapsody in Blue", "S'Wonderful", "Sommertime" und anderes. Dann griff Dirigent Erich Gingrich selber zur Trompete und spielte virtuos "Pinguin-Jive" von Willy Berking. Und immer gern gehört Rockrhythmen und melodische Passagen der "Oregon-Fantasie".

Das Konzert endete mit "See you later, Alligator", das ging ins Blut. Nicht nur die Mütter waren fasziniert, die Väter auch. Aber die kriegen ja noch ihren Extratag, jedoch leider ohne Husaren.