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Dietrichingen
Schutz gegen Starkregen

 Dietrichingen soll nicht nur vor Hochwasser aus dem Felsalbtal, sondern auch gegen Starkregenereignisse geschützt werden.
Dietrichingen soll nicht nur vor Hochwasser aus dem Felsalbtal, sondern auch gegen Starkregenereignisse geschützt werden. FOTO: Norbert Schwarz
Dietrichingen. Dietrichingen will von einem Planungsbüro ein Konzept erarbeiten lassen. Von Norbert Schwarz

(cos) Die Talaue bei Dietrichingen ist in regelmäßigen Abständen überflutet. Um ein Schutzkonzept dagegen ging es bei der letzten Zusammenkunft der Ratsmitglieder nicht. Gefragt war vielmehr ein richtiges Verhalten bei Starkregen-Ereignissen, von denen Teilbereich in der Vergangenheit in höherer Ortslage betroffenen waren. Wie man sich dagegen schützen kann, wurde diskutiert und dabei das Angebot angenommen, Hilfe von fachlich geschultem Personal zu bekommen.

So spricht Ortsbürgermeisterin Andrea Henner auch von einem Trugschluss wenn man spontan an Hochwasser in der Tallage denkt. „Nein, in diesem Fall geht es ausnahmslos um Starkregen-Ereignisse mit der Folge, dass vielfach durch sogenannten Klammen oder kleinere Rinnsale verstärkt Wasser in die Ortslage gelangt und dort regelrecht für Überflutungen sorgt. Das hatten wir vor längerer Zeit mehrfach in der Gustav-Schmenger-Straße, insbesondere in jener Zeit, als es das höherliegende Baugebiet noch nicht gab und unlängst wieder mitten in der Ortslage, als bei unserer Pizzeria im Ort, direkt in der Nachbarschaft zum Dorfgemeinschaftshaus, beim Leo der Notstand ausbrach und nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres verhindert wurde.“

 Die Nachbargemeinde Kleinsteinhausen ist in der Sache Vorreiter gewesen, wurde hellhörig, als das Land ein entsprechendes Förderprogramm initiierte und jetzt würde flächendeckend in der gesamten Verbandsgemeinde geprüft, ob andere Ortschaften gleichfalls Bedarf anmelden würden, so die Ortsbürgermeisterin. Die Ratsmitglieder von Dietrichingen sehen jedenfalls Handlungsbedarf und stimmte dem Erstellen eines Schutzkonzeptes durch ein Planungsbüro grundsätzlich zu. Die Gesamtkosten dafür werden vom Land mit bis zu 90 Prozent bezuschusst. Für die Gemeinde kann mit einem Eigenanteil in Höhe von 1500 Euro gerechnet werden.



Wer glaubt, dass Spenden so mir nichts dir nichts angenommen werden, kann sich täuschen. Im Ortsgemeinderat von Dietrichingen jedenfalls waren die Ratsmitglieder Ruth Stegner, Gunter Stegner und Dieter Lehner nicht dafür, dass die Spende der Pfalzwerke AG in Höhe von 250 Euro angenommen wird. Andrea Henner hatte sich um eine Spende bei dem Energieversorgungsträger bemüht und war davon überzeugt, dass damit eine gute Sache gefördert werden kann. Statt der sonst üblichen Seniorennachmittage plant Andrea Henner für die älteren Mitbürger eine Ausflugsfahrt. „Es soll am 11. Mai ins Kloster Machern bei Bernkastel-Kus gehen. Aber, das scheint nicht allen Ratsmitgliedern zu passen.“ Die Ortsbürgermeisterin berichtete, dass gesagte wurde, der Gemeindeanteil von 400 Euro könnte für andere Zwecke besser verwendet werden. Etwas, das Andrea Henner wurmt. Inzwischen hat sie bereits bei Rückfragen innerhalb der Dorfgemeinschaft erfahren, dass das Interesse an einer solchen Fahrt groß ist. Deshalb ist die Ortsbürgermeisterin gewillt, auf jeden Fall diese Aktion erfolgreich abzuwickeln. „Notfalls werden andere Sponsoren ermuntert“, gibt sich Andrea Henner entschlossen.