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Schüler sollen die Schulbusse nutzen

Zweibrücken. "Vom Fahrplanwechsel im Dezember war der Verstärkerfahrplan für den Schülerverkehr nicht betroffen", erklärt der Betriebsleiter der Verkehrsgesellschaft Zweibrücken, Marco Müller (Foto: pm), im Gespräch mit dem Merkur. Im Linienverkehr sei der 7.10 Uhr-Bus aus Rimschweiler durch das Anruf-Sammeltaxi ersetzt worden Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. "Vom Fahrplanwechsel im Dezember war der Verstärkerfahrplan für den Schülerverkehr nicht betroffen", erklärt der Betriebsleiter der Verkehrsgesellschaft Zweibrücken, Marco Müller (Foto: pm), im Gespräch mit dem Merkur. Im Linienverkehr sei der 7.10 Uhr-Bus aus Rimschweiler durch das Anruf-Sammeltaxi ersetzt worden. "Das Anruf-Sammeltaxi reicht für die Nachfrage des Linienverkehrs."Nicht allerdings für die Schulkinder, die statt den 20 Minuten früher abfahrenden Schulbus lieber den Linienbus nehmen, was Müller auch nachvollziehen kann. Zumal die Schülerfahrkarte auch für die Fahrt mit den Linienbussen berechtigt. Doch das habe zwei Folgen: Zum einen sei der für den verstärkten Schülerverkehr angeschaffte große Gelenkbus nur teilweise besetzt. Und der normale Linienbus voller Schüler. "Deshalb konnten an den Haltestellen in Ixheim ältere Menschen nicht mehr einsteigen." Eine spätere Fahrt des Schulbusses sei nicht möglich. Denn nach der Fahrt von Rimschweiler zur Zeilbäumerstraße sei der Bus auf einer anderen Strecke im Schülerverkehr im Einsatz. "Wenn der Gelenkbus später in Rimschweiler abfährt, kann er keine anderen Schüler rechtzeitig zur Schule bringen." Ein anderer Vorschlag, zusätzliche Busse anzuschaffen, sei wirtschaftlich nicht machbar. "Ich bräuchte vier weitere Busse. Das würde über eine Million Euro kosten." Zudem müssten weitere Fahrer eingestellt werden. Er appelliert, dass die Schüler die Schulbusse benutzen. Die VGZ hat mit der "von der Politik gewollten" Linie R 7 sieben Busse im Linienverkehr. Im Verstärkerfahrplan für den Schülerverkehr sind zwischen 6.45 bis acht Uhr und zwischen 11.30 und 14 Uhr sieben weitere Busse, darunter große Gelenkbusse, im Einsatz. Diese Busse fahren an 190 Einsatztagen rund vier Stunden, rechnet Müller vor. Er wendet sich gegen Vorwürfe, dass der Fahrplanwechsel den politischen Gremien nicht mitgeteilt worden sei. "In Beiratssitzungen wurde das vorgestellt und im Stadtrat verabschiedet." Müller räumt allerdings den Fehler ein, dass den Kunden der Fahrplanwechsel zu spät mitgeteilt worden ist. "Doch wegen der Einbeziehung der Linie R 7 waren langwierige Absprachen mit der RSW notwendig gewesen. Das hat sich erst kurz vor dem Wechsel entschieden. Und bevor nicht alles klar war, wollten wir nicht an die Öffentlichkeit." "Der Linienbus war nicht für den Schülerverkehr gedacht."Marco Müller