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Ortsgemeinderat
Schüler lernen im DGH

 Während der Sanierung kommen die Schüler der Grundschule Dellfeld (rechts) rüber ins Bürgerhaus und werden dort teilweise unterrichtet.
Während der Sanierung kommen die Schüler der Grundschule Dellfeld (rechts) rüber ins Bürgerhaus und werden dort teilweise unterrichtet. FOTO: Norbert Schwarz
Dellfeld. Während der Sanierung der Grundschule dient das nahegelegene Gebäude als Ausweichquartiert. Von Norbert Schwarz

Gelebte Nachbarschaft praktizieren die Ortsgemeinde Dellfeld und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, was eigentlich auch selbstverständlich ist. Die Grundschule wird generalsaniert, die Arbeiten dazu sollen noch in diesem Frühjahr anlaufen. Zwischen den beiden Einrichtungsträgern gibt es jetzt eine vertragliche Vereinbarung über die Mitbenutzung des Dorfgemeinschaftshauses für die Dauer der Sanierungsarbeiten. Die Ratsmitglieder stimmten der Verwaltungsvorlage zu.

Ortsbürgermeisterin Doris Schindler verwies am Sitzungsabend noch einmal auf die verschiedenen Punkte der ausgearbeiteten Vereinbarung. Änderungsanträge wurden bei diesem Punkt keine vorgetragen, es war klar, dass man eine gelebte Nachbarschaft praktiziert und Grundschüler selbstverständlich das Bürgerhaus in der Übergangszeit mitbenutzen dürfen.

Meist für einen zehnjährigen Zeitraum wird ein Forsteinrichtungswerk erarbeitet, für den 120 Hektar großen Gemeindewald von Dellfeld wurde zuletzt 2007 eine „Inventur“ im forstwirtschaftlichen Sinn gemacht. Werner Kremer, bei der Landesforstverwaltung für die Forsteinrichtung mitverantwortlich, stellte nunmehr den Dellfelder Ratsmitgliedern das neue Werk vor, welches für das kommende Jahrzehnt die Bewirtschaftungsrichtschnur im Gemeindewald sein wird.



Der Baumbestand hat ein Durchschnittsalter von fast 100 Jahren und insgesamt gibt es auf der reinen Waldfläche von  109,4 Hektar einen Holzvorrat von 34 939 Festmetern. In elf unterschiedliche Abteilungen ist der Gemeindewald eingeteilt. Relativ hoch der Anteil beim Nadelholz mit Lärchen, Fichten und Douglasien. Auch Dellfeld geht in der Waldbewirtschaftung den Weg der Nachhaltigkeit und schöpft bei weitem nicht das Einschlagpotential aus. Allerdings sei künftig darauf zu achten, so der Forstfachmann in seiner Betrachtung, dass zum Erhalt des Wertes insgesamt auch der Hiebsatz angehoben wird. Wie in anderen Wäldern auch, wird die „Verjüngung“ dem Wald selbst überlassen. Nur selten erfolg eine Verjüngung durch „Neupflanzung“. Das müsse jetzt allerdings auf einer Kahlfläche von zwei Hektar erfolgen, weil dort der Borkenkäfer dem Wald einen erheblichen Schaden zufügen konnte. Bei Neupflanzungen werde Wert darauf gelegt, dass klimaneutrale Baumsorten angepflanzt werden.

Die Leitlinien des neuen Forsteinrichtungswerkes wurden ebenso angenommen, wie der Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2020. Dieser hält sich in Aufwand und Ertrag die Waage. 190 Festmeter Buchen sollen eingeschlagen werden. Dazu 70 Festmeter Eichen, 120 Festmeter Fichten und 50 Festmeter Douglasien. Der Einschlag bei den Kiefern soll 90 Festmeter umfassen und bei den Lärchen sollen es 40 Festmeter sein. Am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nimmt Dellfeld in diesem Jahr teil.

 Die Dellfelder Ortsbürgermeisterin Doris Schindler
Die Dellfelder Ortsbürgermeisterin Doris Schindler FOTO: Volker Baumann