| 00:00 Uhr

Schmidt: Grüne haben Deponie in solcher Dimension nicht befürwortet

Oberauerbach. Das Oberauerbacher Ortsratsmitglied Felix Schmidt (Grüne Liste) betont, dass seine Partei keinesfalls eine Mülldeponie in der von dem UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) geplanten Dimension befürwortet hat. UBZ-Chef Werner Boßlet hatte während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates (wir berichteten gestern) behauptet, dass, nachdem das Projekt in verschiedenen politischen Gremien vorgestellt wurde, dieses auf einhellige Zustimmung gestoßen sei. nob

"Wir haben nichts gegen die Ablagerung von regionalem Müll", erklärt Schmidt. Nach den offiziellen Zahlen seien 2011 in Zweibrücken rund 1200 Tonnen und in ganz Rheinland-Pfalz rund 207 000 Tonnen angefallen. Laut UBZ-Vize Eckart Schwarz werden im Rechenbachtal allerdings bis zu 225 000 Kubikmeter abgelagert, was die regionale Menge deutlich überschreite. Oliver Lanzrath wollte daraufhin wissen, woher der Müll stammt, der in Mörsbach angeliefert wird. Dieser Frage wich Boßlet aus, da die Antwort der Gegenstand des laufenden Verfahrens sei. So wird die SGD Süd Ende März in der Zweibrücker Festhalle über die Einwände gegen die vom UBZ beantragte Kapazitäts-Erweiterung der Mülldeponie entscheiden.

Boßlet betonte, dass es in Mörsbach keine Änderung im Betrieb der Deponie gebe, sondern ausschließlich eine Verlängerung der Ablagerungsphase. Wolfgang Adelfang (Grüne Liste) wies eine Bemerkung von Ortsvorsteher Andreas Hüther zurück, wonach auch ein Umweltverband der Erweiterung zugestimmt haben soll, weil unter anderem ein Waldstück auf dem Gelände erhalten bliebe: "Das ist so nicht richtig. Die Gesamtmenge wurde kritisiert."