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Schulsanierung fast abgeschlossen
Die Schüler haben sich eingelebt

FOTO: Norbert Rech
Contwig. Die IGS Contwig feiert am 22. September mit einem Tag der offenen Tür die Fertigstellung des modernen Neubaus. Von Fritz Schäfer

„Wir haben jetzt 39 Kilometer hinter uns und noch drei vor uns“, vergleicht der Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Contwig, Thomas Höchst, den Um- und Neubau der Goetheschule mit einem Marathonlauf. So werden unterhalb der Schule noch der Busbahnhof sowie weitere Parkplätze für Lehrer angelegt. Im aus den 1970er Jahren stammenden Altbau werden die Verwaltungsräume sowie weitere Räume für die Oberstufe geschaffen.

Die Verwaltung ist derzeit noch in den Klassenräumen untergebracht. Deshalb werden die vier zehnten Klassen weiter in Containern unterrichtet. „Aber ich bin zuversichtlich, dass die Zehntklässler noch in diesem Schuljahr in den Neubau einziehen werden“, sagt Höchst. Dann können auch diese Schüler von den „modernsten Schulräumen“ profitieren. Nicht ohne Stolz erklärt der Schulleiter, dass alle Klassensäle mit Smartboards ausgestattet sind. Dazu verfügen alle Bereiche der Schule über freien Wlan-Zugang. Tablets seien in der Oberstufe „selbstverständlich“. Zumal die Schule sich die „digitale Schule“ als Schwerpunkt setzt.

Auch die Anordnung der Räume erfolge nach den modernsten Erkenntnissen. Jede Klassenstufe bilde eine „Wabe“, erklärt Höchste. Mit den Klassenräumen an den Ecken. Dazwischen liegt auf der einen Seite ein Differenzierungsraum, auf der anderen Seite ein Lehrerstützpunkt. „Dadurch haben die Schüler kurze Wege zu den Lehrern.“ Und es ist auch ein kurzer Weg in den Raum für differenzierten Unterricht.



Im Erdgeschoss sei eine „hochmoderne Mensa“ geschaffen worden, sagt der Schulleiter beim Rundgang. Die bis auf den Boden reichenden Fenster sorgen für einen hellen Raum, der Platz für 172 Schüler bietet. „Dort können die Schüler sich in zwei Schichten aufhalten. In den 45 Minuten können sie jetzt nicht nur schnell essen, sondern auch miteinander reden.“ Angeboten würden ein Fleischgericht, ein vegetarisches Gericht und eine Salatbar. In der Mensa werde auch der von Schülern in einem Projekt organisierte Kiosk betrieben.

Im Erdgeschoss befindet sich auch ein „großer, heller Aufenthaltsraum“. Dazu noch zwei Musiksäle und das „Highlight: die Bücherei“, betont Höchst. Die Bücherei sei noch im Aufbau. Derzeit sei sie mit 1000 Büchern und Medien bestückt. Am Ende sollen es 4000 sein. „Die Bücherei wird in den Unterricht eingebunden“, kündigt Höchst an. Ebenso wie die „Klassenzimmer im Freien“ neben dem Musiksälen. Von dort führt eine Treppe hoch zum neuen Teil des Altbaus. „Das wird im Sommer sicher zu unserer spanischen Treppe“, vermutet der Schulleiter. Die Treppe gehört zu dem „überdimensionalen Schulhof“ der rund 750 Schüler zählenden Integrierten Gesamtschule.

„Wir sind richtig froh und dankbar, dass die Kreisverwaltung das Projekt so zügig umgesetzt hat“, sagt Höchst. Rund 17,5 Millionen Euro kostet die Gesamtmaßnahme mit dem 78 mal 19 Meter großen dreigeschossigen Neubau sowie den Umbau- und Sanierungsarbeiten im Altbestand und der Anlage des Außenbereichs mit der Freisportanlage.

„Das wollen wir natürlich feiern.“ Deshalb lädt die IGS für Samstag, 22. September, zwischen 9.30 und 14.30 Uhr zu einem Sommerfest und Tag der offenen Tür ein. Dazu seien nicht nur die Eltern, sondern auch die Contwiger, insbesondere die Nachbarn, die die Baumaßnahme erdulden mussten, eingeladen. Höchst: „Die Contwiger können stolz sein auf die Goetheschule.“ Bei dem Tag der offenen Tür wird auch ein Einblick in den Schulalltag gewährt und durch den Neubau geführt.