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Dellfeld
Bahnübergang: Sanierung verzögert sich

Eigentlich sollte mit dem technischen Umbau des Bahnübergangs in Dellfeld schon diesen Monat begonnen werden. Nun fällt der Startschuss erst im Oktober – und dann gleich mit einer Vollsperrung.
Eigentlich sollte mit dem technischen Umbau des Bahnübergangs in Dellfeld schon diesen Monat begonnen werden. Nun fällt der Startschuss erst im Oktober – und dann gleich mit einer Vollsperrung. FOTO: Norbert Schwarz
Dellfeld. Erst im Oktober wird der Umbau in Dellfeld in Angriff genommen. Dann kommt es allerdings gleich zur Vollsperrung.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dieses Sprichwort gilt jetzt für die Sanierungsarbeiten am Bahnübergang in der Ortsmitte. Die Arbeiten sollten bereits zum Monatsbeginn starten, doch wie Ortsbürgermeisterin Doris Schindler nunmehr im Rat mitteilte, fällt der Startschuss zur technischen Erneuerung erst Anfang Oktober. Unumstößlich bleibt jedoch der Fixpunkt, dass zum Jahresende die Arbeiten abgeschlossen sein müssen.

Die Technik am Bahnübergang in Dellfeld muss dringend erneuert werden (wir berichteten bereits) Erst unlängst war es wieder der Fall, dass sich die eine Schrankenhälfte schloss, die andere jedoch oben blieb. Die Deutsche Bahn als Betreiberin des Streckennetzes muss deshalb aus sicherheitstechnischen Gründen Abhilfe schaffen. Bis zum Jahresende müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, das ist eine Vorgabe, daran kann auch nicht gerüttelt werden, so die Ortsbürgermeisterin nochmals in der Sitzung. Rund 80 000 Euro wird der technische Umbau kosten. Die Ortsgemeinde muss sich daran mit 24 000 Euro beteiligen. Diese Kostenbeteiligung resultiert aus dem Umstand, dass im Seitenbereich die Gehwege erneuert werden und es zudem gesonderte Schranken für den Fußgängerverkehr geben wird. „Wir wollen ja keine Waldfischbacher Verhältnisse in Dellfeld haben“, erklärt die Ortsbürgermeisterin in einem weiteren Gespräch und erinnerte erneut daran, was sich vor Monaten in Waldfischbach zugetragen hat. Dort hätten gleichfalls Erneuerungsarbeiten am Bahnübergang angestanden. Die Betriebserlaubnis für diesen Übergang lief dann ab, die technische Erneuerung ließ auf sich warten. Prompt musste wieder ein „Schrankenwärter“ den Sicherheitsdienst versehen und diesen Rückfall in alte Zeiten wolle man tatsächlich nicht auch im Schwarzbachtal haben. Warum der Arbeitsbeginn nochmals verschoben wurde, ist Schindler nicht bekannt. Losgehen soll es jetzt im Oktober und für die Herbstferien (1. bis 12. Oktober) sei der Bahnübergang dann auch komplett gesperrt. Der Verkehr werde dann über den Bahnübergang in Falkenbusch umgeleitet.

Zeitgleich wird es dann eine Baustelle entlang der Hauptverkehrsader zwischen den beiden Ortsteilen geben. Denn dem schon lang gehegten Wunsch, den zwischen der Ortslage und Falkenbusch verlaufenden Radweg mit einer entsprechenden Beleuchtung auszustatten, könnte die Ortsgemeinde jetzt Rechnung tragen



Schindler: „Wir haben im Gemeindeetat einen finanziellen Spielraum und sind in der Lage, die 34 000 Euro für die 13 Leuchten entlang des Radweges zu finanzieren. Diese Kosten können nicht in den wiederkehrenden Straßenbeitrag eingerechnet werden, die Kosten muss die Ortsgemeinde ganz übernehmen“. Bis zum Spätherbst wird auch diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Zum Sitzungsbeginn wurde Matthias Hüther von den Freien Wählerin für das Ehrenamt im Rat verpflichtet. Hüther rückt für Karl-Heinz Igel ins Gremium nach. Kerstin Preier wird Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss. Der alte Geschäftsbesorgungsvertrag für die Holzvermarktung wurde gekündigt, mit der neuen Gesellschaft wird ein neuer Vertrag geschlossen. Die Festsetzungen zum Überschwemmungsgebiet Schwarzbach-Hornbach nahmen die Ratsmitglieder zur Kenntnis. Eine Stellungnahme wird die Gemeinde jedoch nicht abgeben.