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Ruhe vor Lastern in Sicht

 Traditionell eröffnet Hornbach die Reihe der Neujahrsempfänge im Zweibrücker Land. Ganz rechts Bürgermeister Reinhold Hohn. Foto: cos
Traditionell eröffnet Hornbach die Reihe der Neujahrsempfänge im Zweibrücker Land. Ganz rechts Bürgermeister Reinhold Hohn. Foto: cos FOTO: cos
Hornbach. Neujahrsempfänge der Klosterstadt Hornbach in der einstigen Markthalle haben Tradition. Eine historische Brücke dorthin zu schlagen war gestern aber nicht notwendig – denn Themen der Gegenwart gibt es genügend. cos

Viele Bürger folgten gestern Nachmittag der Einladung zum Hornbacher Neujahrsempfang ins Rathaus in die frühere Markthalle. Stadtbürgermeister Reinhold Hohn (FDP ) widmete sich in seiner Rede zahlreichen zukunftsweisenden Themen. Der Rückbau eines größeren Teilstücks der B 424, der verkehrsreichen Bundesstraße mitten durch die Klosterstadt und an dem inzwischen europaweit bekannten Hotel Kloster Hornbach vorbei, war ein wichtiger Punkt. Ab dem heutigen Wasgau-Einkaufsmarkt beim Wehr an der Mühle Reidiger soll bis zum unteren Stadttor hoch zurückgebaut werden. Die Einmündung des Butterweges in die B 424 wird damit umgestaltet, die Bundesstraße insbesondere zum alten Stadtkern erneuert. Der Schwerlastverkehr wird dann wohl keine Chance mehr haben, über diese Straße rollen zu können, was den Klosterstädtern mehr Ruhe gibt. Die Bauvorkehrungen würden dieses Jahr abgewickelt, ab 2016 sei die Bauphase vorgesehen, so Hohn in seinem umfassenden Ausblick auf das neue Jahr. Dazu zählt insbesondere die Verlegung des Einkaufsmarktes an den neuen Standort, wo nicht nur die doppelte Marktfläche einmal die Hornbacher Kundschaft und die aus den übrigen Orten des Hornbachtals zum Einkaufen lockt. Der neue Markt werde auch das Stadtbild aufwerten, weil der Investor Anregungen des Denkmalschutzes voll mittrage.

Eine Aufwertung Hornbachs wird auch vom Projekt vis-a-vis erwartet: Aus dem Oberbeiwalder Hof plant ein Investor eine Psychosomatische Klinik mit 70 bis 80 Zimmern. Um den dort entstehenden Park will sich die Stadt kümmern und mit viel Eigenleistung ans Werk gehen.

Apropos Eigenleistung : Den Neujahrsempfang nahm Hohn zum Anlass, den vielen ehrenamtlichen Kräften für ihr Engagement das ganze Jahr über zu danken. Ganz besonderer Dank galt dabei der Feuerwehr.

In seinem Rückblick listete Hohn die kommunalpolitischen Höhepunkte im Stil von Schlagzeilen nochmals auf. Dabei auch die Klage Hornbachs gegen die Umlagenhöhe der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Ein guter Grund für Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ), diesen Punkt beim Neujahrsempfang nochmals aufzugreifen, wenngleich die Stadt ihren Widerspruch inzwischen zurückgenommen hat. Gundacker erklärte auf, weshalb die Verbandsgemeinde die Umlagenhöhe senken konnte, und lud die Klosterstadt ein, gemeinsam mit der Verbandsgemeinde den Weg in die Zukunft zu gehen.