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Revierförster überzeugt Gremium
Reifenberger Rat mit Forstwirtschaftsplan zufrieden

Reifenberg. Der Gemeindewald spielt für die Dorfbewohner eine wichtige Rolle. Auf den Waldbesitz sind die Reifenberger stolz, deshalb wurde jetzt im Rat zusammen mit Revierförster Hermann Gries nicht allein das Ausweisen von Waldflächen als Waldrefugium engagiert diskutiert (wir berichteten). Von Norbert Schwarz

Mit gleichem Elan ging es ans umfassende Zahlenwerk, das Revierförster Gries mit dem Aufstellen des Forstwirtschaftsplanes 2019 zur Zustimmung vorlegte.

117 Hektar Waldfläche nennt die Ortsgemeinde Reifenberg ihr eigen. „Der Gemeindewald hat für uns schon immer Bedeutung gehabt“, betonte auch erneut Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther die, wie ihre Amtskollegen in den anderen Ortschaften auch, es weiterhin begrüßt hätte, wäre die Holzvermarktung ganz in Händen des Forstamtes verblieben.

Doch es gelte hier, Gerichtsentscheidungen zu respektieren, man komme da nicht umhin, stellte Hüther klar. 988 Festmeter Nutzholz könnten jährlich im Gemeindewald geschlagen werden, ohne dass dabei die Holzbewirtschaftung aus den Fugen gerate.



610 Festmeter werden nach dem neuen Forstwirtschaftsplan eingeschlagen, in die Holznutzung kommen dann 520 Festmeter. Deutlich liege man damit unter den Einschlagmöglichkeiten, betonte Hermann Gries, der jedoch mit der Zurückhaltung keine Nachteile für die Waldbewirtschaftung insgesamt erblickt. 32 415 Euro kann die Gemeinde möglicherweise beim Holzverkauf erlösen, diesem Ertrag stehen Aufwendungen für den Holzeinschlag in Höhe von 15 1554 Euro gegenüber.Gries: „Wir sind immer zurückhaltend, denn lieber bleibt ein satter Überschuss wie im letzten Jahr übrig, als dass wir planen und unterm Strich dann doch nicht die Planziele erreicht werden.“ Im letzten Jahr, das tat dem Gemeindehaushalt gut, konnten aus dem Gemeindewald immerhin 11 596,23 Euro erwirtschaftet werden.

Für die Waldpflege und Begrünung werden rund 2000 Euro ausgegeben in die Wegeunterhaltung fließen 500 Euro. Steuern und Abgaben muss auch die Gemeinde für ihren Waldbesitz entrichten, in der Summe sind dafür im Etat rund 5300 Euro vorgesehen. Dem Forstwirtschaftplan wurde in der Ratssitzung allerdings ohne irgendwelche Abstriche in der vom Förster Gries vorgelegten Form zugestimmt, was die Zufriedenheit der Sitzungsteilnehmer mit dessen Ausführungen deutlich machte.