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Weihnachtsmärkte in der Region
Premieren, Traditionen und Mützenträger

Geduldig wartete die kleinen und größeren Kinder in Wallhalben auf dem Weihnachtsmarkt auf den Nikolaus. Und als dieser kam und Geschenke verteilte (Bild) war die Freude riesig.
Geduldig wartete die kleinen und größeren Kinder in Wallhalben auf dem Weihnachtsmarkt auf den Nikolaus. Und als dieser kam und Geschenke verteilte (Bild) war die Freude riesig. FOTO: Norbert Schwarz
Hornbach/Kleinbundenbach/Reifenberg/wallhalben. Am Wochenende wurde in Hornbach, Wallhalben, Kleinbundenbach und Reifenberg gefeiert. Von Norbert Schwarz

Das traf sich doch dieses Wochenende bestens, einen Tag vor dem ersten Advent wurde landauf, landab zu den ersten Weihnachtsmärkten eingeladen und der Zuspruch war trotz des Wetters allenthalben gut. Premieren der besonderen Art fanden dabei in Hornbach und Reifenberg statt.

 

Nach zwei Jahren nämlich wurde erstmals wieder in der Klosterstadt Hornbach zum Weihnachtsmarkt eingeladen und dies an einem gänzlich neuen Festplatz. Der städtische Platz bei den Felsenkellern, am neu gestalteten Stadtbereich beim Butterweg, war erstmals Veranstaltungsstätte und begeisterte regelrecht alle Besucher. Stadtbürgermeister Reinhold Hohn: „Wir haben hier eine herrliche Kulisse mit der Stadtmauer, die Verbindung zum Hotel „Kloster Hornbach“ ist kurz, wo ja gleichfalls ein Weihnachtsmarkt stattfand und dadurch, dass hier am neuen Standort alles noch zentraler ist als früher beim Rathaus, kommt die neue Veranstaltungsstätte auf Anhieb glänzend an. Ich selbst bin überrascht, das ist so einfach nicht vorhersehbar gewesen.“



Nicht allein der Stadtbürgermeister mit den Verantwortlichen des Vereinsrings, welche die Veranstalter des Weihnachtsmarktes sind, waren rundum zufrieden, für die Marktbeschicker galt das ebenso. Die Mauschbacher etwa hatten einen eigenen Stand und verkauften Büffel-Bratwurst und nicht allein Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben kam regelrecht ins Schwärmen, so gut lief alles. 

 

Heimatverein und Gemeinde sind es, die den Kleinbundenbacher Weihnachtsmarkt organisierten und gleichfalls eine rundum zufriedenstellende Bilanz zogen. „Als wir vor vier Jahren zu diesem kleinen, fast schon familiären Weihnachtsmarkt Premiere hatten, dachte niemand daran, dass sich dieses eintägige Markttreiben dermaßen schnell etablieren wird“, meinte Ortsbürgermeister Karl Bißbort, der selbst keine Auszeit zum Feiern nahm, vielmehr die Bäckerschürze umband und am gemeindlichen Holzbackofen die Flammkuchen durch die Öffnung rein- und rausschob. Gefeiert wurde in der Bundenbacher Ortschaft rund ums Dorfgemeinschaftshaus und das mit vielen Besuchern. Die wussten nämlich, dass sie bei ganz schlechter Witterung ein schützendes Dach im Dorfgemeinschaftshaus notfalls über dem Haupt haben. „Unser großer Veranstaltungssaal ist da schon ein gewisses Faustpfand, das macht uns doch wetterunabhängig, das wissen inzwischen unsere treuen Besucher“, so Bißbort. 

 

Viele  Hände rührten sich in der mit neuem Leben erfüllten Vereinsfamilie des SC Reifenberg, um die Dorfbewohner zusammenzuführen, um Marktflair zu verbreiten und alle auf das kommende Fest einzustimmen. Die Aktion „Adventsfenster“ wurde deshalb mit einem ganz besonderen Highlight eröffnet. Nach rund drei Jahrzehnten nämlich trafen sich wieder die Bandmitglieder von „Abfall“, kramten die leicht angestaubten Gitarren hervor und sorgten bei der „Glühweinparty“ direkt beim Sportheim für eine großartige Stimmung. Der Platz davor war jedenfalls rappelvoll, die Schätzungen für den Besucherzuspruch lagen bei 250 bis 300 Gästen. Verschiedene Lagerfeuer brannten, der Förderkreis der örtlichen Löscheinheit unterstützte die Fußballer und das gesamte Szenario sei nicht nur ein „Adventsfenster“ sondern schon ein riesengroßes „Schaufenster“. Das nächste „Adventsfenster“ wird übrigens am Mittwoch in der Poststraße 13 eröffnet, wozu die Dorfbevölkerung gleichfalls wieder eingeladen ist. 

 

Fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders der früheren Marktgemeinde Wallhalben ist der Weihnachtsmarkt beim Ludwig-Katz-Haus in Wallhalben und Ortsbürgermeister Berthold Martin ist froh darüber, dass sich die Verantwortlichen des Vereinsrings  derart ins Zeug legen und die Besucher nicht allein aus dem Ort zur Veranstaltungsstätte locken. Echtes Marktflair komme in jedem Jahr auf, so Martin, der auch in diesem Jahr den Nikolaus schon vor dem eigentlichen Fest ankündigte, wobei dieser prompt viel Arbeit hatte. Eine riesige Kinderschar nämlich umgab den Mann im roten Nikolausmantel und war für die Nikolausgabe dankbar.