| 21:10 Uhr

Bläserquintett
Konzert in Althornbach: Mit „Nimm 5“ ins neue Jahr

 Das Bläserquintett „Nimm 5“ beim Neujahrskonzert im Bürgerhaus Althornbach.
Das Bläserquintett „Nimm 5“ beim Neujahrskonzert im Bürgerhaus Althornbach. FOTO: Margarete Lehmann
Althornbach. Im Bürgerhaus Althornbach besuchten an die 70 begeisterte Musikfreunde das Neujahrskonzert. Von Peter Fromann

Ein Feuerwerk klassischer Musik voller Schwung und Virtuosität bekamen die Musikfreunde am vergangenen Samstag im Althornbacher Bürgerhaus zu hören, serviert vom Bläserquintett „Nimm 5“.

Auf dem Programm standen Werke von Ferenc Farkas (1905-2000), Franz Danzi (1763-1826), Hedwige Chrétien (1859-1944) Georges Bizet (1838-1875) mit unsterblichen Carmen-Melodien in einer Carmen Fantasia und abschließend Peter Tschaikowskis (1840-1893) „Nussknacker, Suite op. 71a“. Also Stoff genug, das neue Jahr heiter zu begrüßen. Farkas war mit „Antiche danze ungheresi“ vertreten.

Geklatscht wurde – sehr ungewöhnlich – zwischen den einzelnen Sätzen, was den Zusammenhalt etwas störte. Bei Danzi, Mannheimer Schule, ebenso, der aber, noch leicht dem großen Mozart verpflichtet, jeglichen Unmut beiseite komponierte, wenn er auch die Welt nicht aus den Angeln hob.



Hedwige Chrétien ist fast vergessen, sie komponierte viel und in vielen Gattungen, auch eben ein Bläserquintett in eben dieser Nimm 5-Besetzung mit Querflöte, Oboe. Horn, Fagott und Klarinette: Mit Trillern (tremblement), Tempo, schönen Arabesken geht’s klangvoll voran nach Herzenslust. Die Komponistin wäre in Konzerten bestimmt gern öfter gehört!

Dann ging’s echt geläutert in die Pause. Stehend im Gespräch vertieft Besucherin Karin Bertram aus Großsteinhausen mit ihrer Freundin, noch ganz in der Musik verfangen: „Wir kommen öfter hierher zu Kulturveranstaltungen, wir fanden das Programm bisher immer vielseitig und gut und werden auch weiterhin kommen. Das Bläserquintett ist klasse.“ Und dass es über Mozart hinausgeht, gefällt vielen, schließlich ist bereits das 21. Jahrhundert eingeläutet.

Weiter dann nach der Pause mit den Herzensbrechern Carmen und Nussknacker. Richtig was zum Mitsingen oder Mitsummen und zum großen frischen Ausholen fürs neue Jahr. Das ganze arrangiert mit charakteristischen Tänzen wie Marsch, Zuckerfee (o wie verführerisch), russisch, arabisch, chinesisch (ist ja sowieso im Kommen), Rohrflöten (gab es schon im Holozän und früher) und endlich auch der Blumenwalzer (in der Fantasie leichthin choreografiert).

Am Ende gab es dann auch passend viel Beifall für die zwei Musikerinnen und drei Musiker.

Nächste Veranstaltungen im Bürgerhaus Althornbach: 19. Januar ab neun Uhr vormittags Chorseminar vom Gesangverein Althornbach. Und am 14. Februar folgt ab 19.30 Uhr eine „heitere Lesung“ mit Silvia Bervingas und Norbert Pohlmann.