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Neujahrsempfang Zweibrücken-Land
Bildung, Familie, Infrastruktur und Sicherheit

 Rund 350 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in die frisch renovierte Bechhofer Schulturnhalle.
Rund 350 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in die frisch renovierte Bechhofer Schulturnhalle. FOTO: Volker Baumann
Bechhofen. Bürgermeister Jürgen Gundacker zählte am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in Bechhofen die seiner Überzeugung nach zentralen Punkte für ein gutes Leben auf. Von Fritz Schäfer

Bildung und Familienfreundlichkeit, ein gutes Leben auch im Alter, Sicherheit und Infrastruktur sind für Jürgen Gundacker (SPD) die zentralen Punkte für eine gute Zukunft. Deshalb stellte der Verbandsbürgermeister beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in der frisch renovierten Turnhalle der Grundschule Bechhofen die Anstrengungen in den Bereichen auch heraus.

An die erste Stelle setzte Gundacker dabei die Betreuung und Bildung der Kinder in Zweibrücken-Land. „Die Heranwachsenden haben einen Anspruch darauf, gefördert zu werden unabhängig vom Einkommen, der Herkunft oder Bildung der Eltern“, betonte er in seiner Neujahrsansprache. So unterstütze die Verbandsgemeinde die Erweiterungspläne der Kindergärten in Althornbach, Bechhofen, Contwig, Großbundenbach und Riedelberg.

Im schulischen Bereich werde nach den Erneuerungen der Schulturnhallen die Generalsanierung der Grundschule Dellfeld und der Heizungssanierung Bechhofen angegangen. Dazu würden die Grundschulen mit interaktiven Whiteboards (moderner Ersatz für Kreide-Tafeln) ausgestattet.



Neben der Schaffung von Baumöglichkeiten werde die Verbandsgemeinde auch Projekte für ein gutes Leben im Alter unterstützen. „Erste Ideen über neue gemeinschaftlich betreute Wohnformen werden hierzu in jüngster Zukunft durch die Diakonie vorgestellt“, kündigte Gundacker an.

Neben dem Ausbau der Internet- und Mobilfunkversorgung ist dem Bürgermeister auch die ärztliche Versorgung mit niedergelassenen Ärzten wichtig, wie das „in Dellfeld geglückt ist“. Auf der Sickingerhöhe habe die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land die Voraussetzungen geschaffen. Im Bereich der Telemedizin hofft Gundacker nach der Vorstellung einer Idee auf die Förderung eines Pilotprojekts durch das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium.

Bei der Feuerwehr erwähnte der Verbandsbürgermeister zunächst das neue Fahrzeug für die Bechhofer Einheit, ehe er die „wohl berühmteste“ Anschaffung, die Drehleiter für den Standort Hornbach, ansprach. Dieses Fahrzeug hatte die Tageszeitungen über Wochen gefüllt, erinnerte Gundacker. In den 17 Löscheinheiten von Zweibrücken-Land sind 355 Wehrleute und 64 bei der Jugendfeuerwehr aktiv.

Beim Thema Tourismus berichtete Gundacker, dass der Wasserspielplatz in Contwig jährlich rund 6000 Besucher anlocke. Auch die Premiumwanderwege in Bechhofen, Battweiler und Hornbach erfreuten sich großer Beliebtheit für „Touristen aus nah und fern“.

Zur Zukunftsgestaltung gehört nach Auffassung Gundackers auch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dabei nannte er die Entwicklung der Truppacher Höhe als ein Beispiel. Wobei der Bürgermeister die Handwerks- und Mittelstandbetriebe in den Ortsgemeinden nicht vergaß. Diese hätten für eine Verdoppelung der Gewerbesteuereinnahmen in den letzten fünf Jahren gesorgt.

Dadurch konnte die Verbandsgemeinde die Umlage erneut senken. Damit würden die Ortsgemeinden entlastet und Spielraum für Investitionen gelassen. „Die Finanzen unserer Verbandsgemeinde sind geordnet“, rief Gundacker den Anwesenden zu. Das sei das Ergebnis „harter Arbeit“ sowie „planorientiertem und weitsichtigem Handeln“.

In seiner Neujahrsrede blickte Gundacker auch zurück. Im vergangenen Jahr habe die Verbandsgemeinde von ihrem Ehrenbürger und (vor dem Wechsel nach Zweibrücken) langjährigen Bürgermeister Kurt Pirmann Abschied nehmen müssen.

Im Rückblick auf 2018 erinnerte Gundacker auch an den Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Sonjas-Lädchen in Großsteinhausen. Dabei erwähnte Gundacker auch die Goldmedaille für Großsteinhausen im Landesentscheid beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Mit den beiden Konzerten zur 100. Wiederkehr des Ende des Ersten Weltkriegs an zwei Orten in Frankreich und Deutschland habe Rüdiger Schreiweis mit dem Chor 200 aus Contwig „ein grenzüberschreitendes Friedenskonzert“ organisiert. Damit habe der Chor Grenzen abgebaut und Brücken erbaut, lobte Gundacker.

Mit Liedbeiträgen aus dem Konzert begleiteten der Chor sowie der Musikverein St. Michael aus Bechhofen den Neujahrsempfang.