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Neuer Schwung für Dorferneuerung

 Auch die Bedürfnisse des Nachwuchses sollen bei der Entwicklung von Großsteinhausen berücksichtigt werden. Foto: pm
Auch die Bedürfnisse des Nachwuchses sollen bei der Entwicklung von Großsteinhausen berücksichtigt werden. Foto: pm
Großsteinhausen. Die Dorferneuerung wird in Großsteinhausen schon seit einigen Jahren groß geschrieben. Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde in Rheinland-Pfalz werden die Anstrengungen "weiter forciert", erklärt der wiedergewählte Bürgermeister Volker Schmitt. "In den nächsten fünf Jahren sollen viele Ideen im Ort umgesetzt werden Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Großsteinhausen. Die Dorferneuerung wird in Großsteinhausen schon seit einigen Jahren groß geschrieben. Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde in Rheinland-Pfalz werden die Anstrengungen "weiter forciert", erklärt der wiedergewählte Bürgermeister Volker Schmitt. "In den nächsten fünf Jahren sollen viele Ideen im Ort umgesetzt werden."Wobei die Gemeinde mit der Bürgerbegegnungsstätte einen wichtigen Beitrag leisten möchte. "Wir haben damit vor zwei Jahren angefangen. Jetzt haben wir noch bessere Möglichkeiten", sagt Schmitt. Dazu soll den Jugendlichen im 630 Einwohner zählenden Ort mehr angeboten werden. "Aber wir wollen die Einwohner anregen, dass sie im privaten Bereich etwas machen."

Im Rahmen der so genannten Dorfmoderation werden die Bürger in die Dorferneuerung eingebunden. "Es gibt die Vorstellung der Gemeinde. Die Vorstellungen der Bevölkerung kommen aus der Dorfmoderation", erläutert Peter Dell, Geschäftsführer des Beratungszentrums Kobra, das die Moderation leitet. Das Land zahlt die 15 000 Euro kostende und eineinhalb Jahre dauernde Moderation. Dazu übernimmt das Land die Kosten für die Dorferneuerungsplanung (10 000 Euro), die das Planungsbüro Wolf übernimmt, und die Beratung der Einwohner (Kosten 8000 Euro). Dabei geht es nach den Worten Dells im öffentlichen Bereich nicht nur darum, Bausubstanz zu erhalten. Vielmehr flössen auch soziale und kommunikative Aspekte in die Dorfentwicklung mit ein. Der Auftakt der Dorfmoderation ist am Freitag, 19 Uhr, im Sportheim des SV Großsteinhausen. Dabei sollen die Bürger die Stärken und Schwächen benennen und Zukunftsideen vortragen. Parallel werden die Kinder- und Jugendlichen in einem eigenen Verfahren beteiligt. Daraus wird ein Maßnahmekatalog für die nächsten zehn, 15 Jahre entwickelt. Bei der Umsetzung der Projekte kann die Gemeinde und die Bevölkerung auf Förderung vom Land hoffen. Für öffentliche Projekte gibt es eine maximale Förderung von 65 Prozent. Bei privaten Investitionen, an und um die Gebäude, 20 000 Euro, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen das doppelte.