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Contwig
Neuer Anlauf in der Bahnhofstraße

 Die einstige Kultkneipe „Zur Post“ in Contwig soll jetzt einem Pflegeheim weichen.
Die einstige Kultkneipe „Zur Post“ in Contwig soll jetzt einem Pflegeheim weichen. FOTO: Norbert Schwarz
Contwig. Der Bauträger Römerhaus will in der Bahnhofstraße in Contwig ein neues Pflegeheim bauen. Von Norbert Schwarz

Die Bauträgergesellschaft Römerhaus aus Schifferstadt plant in Contwig eine Pflegeheim. Nach dem das Unternehmen beim ersten Versuch gescheitert war, soll die Einrichtung jetzt in der Bahnhoftraße entstehen, wo heute das Gasthaus „Zur Post“ steht. Neben der bereits bestehende Einrichtung „Serepta“ in der Schillerstraße, welche vom Diakonie-Zentrum Pirmasens betrieben wird und derzeit rund 80 Plätze bietet, wäre dies ein weitere Anschrift für ältere Menschen die einer Vollzeitpflege bedürfen. Römerhaus als Investor würde mit Sicherheit mehr als zehn Millionen Euro investieren müssen, weil die neue Pflegestätte wohl die gleiche Größenordnung haben soll wie Serepta (wir berichteten).

Bereits im letzten Jahr sind die Verantwortlichen von Römerhaus drauf und dran gewesen, in Contwig Pläne für ein Pflegeheim zu verwirklichen. In der Gemeindegewanne „im Schachen“, das ist oberhalb von Contwig, dort wo sich ein Wasserhochbehälter befindet, sollte die Bau- und Nutzfläche erworben werden. Dazu kam es allerdings nicht. Verschiedene Grundstücksbesitzer fühlten sich an mündliche Zusagen nicht gebunden und zogen die Angebote des Diakoniezentrums Pirmasens vor. Die nämlich planen für den Bereich, wo eigentlich Römerhaus sein Pflegeheim errichten wollte, ein „Quartier“ für betreutes Wohnen.

Wir haben Bedarf, das belegen die Zahlen und vielen Anfragen im bereits vorhandenen Haus Serepta“, sagt Karl-Heinz Bärmann. Aus den bisher gemachten Erfahrungen, zurückzuführen auf den guten Ruf, den die bestehende Einrichtung der Diakonie Pirmasens sich seit ihrem Bestehen vom ersten Tag an erarbeiten konnte, hat den Standort Contwig nach Einschätzung des Ortsbürgermeister sehr bekannt und lukrativ gemacht. „Römerhaus“ war sicher aufgrund der gemachten Erfahrungen in dem Sinn enttäuscht, doch das Festhalten an der Planungsabsicht, in unseren großen Wohngemeinde mit einer geradezu vorbildlichen Infrastruktur etwas für ältere Menschen zu schaffen, die der Pflege bedürfen, zeigt doch, dass Contwig als Ortschaft eine gute Adresse für Investoren ist“, so Bärmann.



Noch steht das neue Projekt der Bauträgergesellschaft Römerhaus ganz am Anfang. Der erste, zudem ganz entscheidender Schritt, sei allerdings gemeistert, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Die Grundstücksfrage sei diesmal geklärt. Planerische Schwierigkeiten können sich allenfalls beim Erstellen des notwendigen Bebauungsplanes für das Millionenprojekt ergeben. Bärmann: „Hier ist zwar eine Altbebauung im alten Ortskern vorhanden, doch mit dem Realisieren der Planungsabsichten geht das Schaffen eines Sonderbaugebietes einher. Römerhaus wird den notwendigen Bebauungsplan durch ein Planungsbüro erstellen lassen. Schwierigkeit: die Grundstücke liegen allesamt im Hochwasserschutzgebiet. Der „Schwarzbach“ fließt sozusagen an der Haustür vorbei.

Sobald die Vorgespräche mit den Trägern öffentlicher Belange erfolgt sind, und der Bebauungsplan als solches Konturen hat, wird er in den Ortsgemeinderat zur Beschlussfassung kommen. Zustimmungsprobleme sieht Bärmann keine, es bestehe bereits ein entsprechender Grundsatzbeschluss. Auch wird die Ortsgemeinde von jedweden Kosten im Bauleitverfahren freigestellt.