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Lambsborn
Neue Heimat für die Feuerwehr

 Der erste Spatenstich zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Lambsborn ist gemacht (Bild). Symbolisch haben damit die Bauarbeiten ihren Anfang genommen. Im Bild von links: Ortsbürgermeister Rudi Molter, Verbandsbürgermeister eric Emich, Wehrführer Ralf Vollmar und Verbandsgemeindewehrleiter Thomas Drebinski.
Der erste Spatenstich zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Lambsborn ist gemacht (Bild). Symbolisch haben damit die Bauarbeiten ihren Anfang genommen. Im Bild von links: Ortsbürgermeister Rudi Molter, Verbandsbürgermeister eric Emich, Wehrführer Ralf Vollmar und Verbandsgemeindewehrleiter Thomas Drebinski. FOTO: Norbert Schwarz
Lambsborn. In Lambsborn wurde der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus der Floriansjünger gefeiert.

Endlich ist es soweit. Die  Feuerwehr in Lambsborn wird eine neue, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Bleibe bekommen. Auf rund 500 000 Euro werden die Investitionskosten geschätzt. Noch im letzten Jahr, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, hatte das Bauamt der Landkreisverwaltung Kaiserslautern die Baugenehmigung erteilt. Bereits vergeben sind die kompletten Rohbauarbeiten. Noch in diesem Jahr im Spätherbst soll alles fertig sein. Diesen strammen Zeitplan gab am Montag in den späten Nachmittagsstunden Verbandsbürgermeister Eric Emich von der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach als Bauherr des Objektes beim ersten Spatenstich vor.

 Mit dem symbolischen Baubeginn geht ein langgehegter Wunsch der aktiven Feuerwehrleute des Ortes, es haben sich derzeit drei weibliche und 15 männliche Feuerwehrleute für den Ehrendienst freiwillig verpflichtet, in Erfüllung. Doch bekanntlich will gut Ding Weile haben und tatsächlich galt es, etliche Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Verbandsbürgermeister Emich zählte sie auf, wusste rückblickend ein Bild der Vorgeschichte zu schreiben, das selbst den unvoreingenommenen Betrachter aufhorchen ließ. „Wir machen was Gutes für die Wehr, für die Feuerwehraktiven“, betonte Erik Emich und vertrat die Ansicht, dass bereits die Auswahl des Standortes zu einer Aufwertung des Ortes beitragen wird. Die rund 500 Quadratmeter große Nutzfläche für das neue Gerätehaus liegt rechterhand beim Gemeindefriedhof auf einer kleinen Anhöhe in Richtung Bruchmühlbach-Miesau/Martinshöhe. Bewusst sei dieser zentrale Platz so gewählt worden, betonte der Verbandsbürgermeister, habe sich doch in der Vergangenheit gezeigt, dass der überwiegende Teil von Einsatzfahrten in Richtung Autobahn oder nach Martinshöhe und Umgebung gehe.

Doch mit Festlegung des Standortes seien die ersten Probleme wie Flurbereinigungsverfahren, Änderung des Flächennutzungsplanes und Erstellen einer Ergänzungssatzung als weitere Planungshindernisse hinzugekommen. Doch das sei nunmehr alles Vergangenheit, stellte Emich fest, verwies auf die farbigen Eckpfosten und kleinen Pfähle, die als Anhaltspunkte für die Einmessung der Hausgrundfläche jetzt schon einen Grundflächenumriss ergeben.



Verbandsgemeinde-Wehrleiter Thomas Drebinski apostrophierte das Projekt als „eine seiner wichtigsten Sachen im Ablauf seiner Zeit“. „Die ersten Pläne wurde bereits 2015 geschmiedet, heute kommt es zum Spatenstich“, so der Feuerwehrverantwortliche. Intensive Gespräche seien über denkbare Planvariationen und Möglichkeiten geführt worden. Die Planumsetzung , so räumte Drebinski ein, sei gewiss nicht leicht, andererseits ein sichtbares Zeichen dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrkräfte von den kommunalpolitisch Verantwortlichen auch Wert geschätzt werde. „Mit ist es wichtig gewesen, dass die Feuerwehr Lambsborn einen gescheiten Platz bekommt“.

Ortsbürgermeister Rudi Molter, seit 44 Jahren Feuerwehrmann in seinem Heimatort, skizzierte sehr anschaulich die verschiedenen Etappen der diversen „Gerätehäuser“. „Bei  Haus in der Bergstraße gab es kein Licht, außer der Straßenlampe. Das Wasser lief oben zum Tor rein und unten raus. Die Feuerwehrkleidung überwinterte wegen der Feuchte daheim im Schrank.“ Molter sprach von einem stolzen Tag, es sei der dritte Umzug in eine Feuerwehrbleibe, die Vorfreude auf die neue Einrichtung ungebrochen groß. Viel Grips stecke schon jetzt in der Planung von der örtlichen Wehr, respektive Wehrleiter Ralf Vollmar mit drin, sagte Erik Emich und der Gelobte versprach, dass sich auch die gesamt Löscheinheit beim Gesamtprojekt einbringen wolle.