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Musikvereins Martinshöhe
Adventskonzert in Martinshöhe

 Blick aufs große Blasorchester des Musikvereins Martinshöhe während des Adventskonzerts in der Kirche St. Martin.
Blick aufs große Blasorchester des Musikvereins Martinshöhe während des Adventskonzerts in der Kirche St. Martin. FOTO: Margarete Lehmann
Martinshöhe. Das Jugendorchester und das Hauptorchester des Musikvereins Martinshöhe spielten besinnliche Weihnachtslieder. Von Peter Fromann

Die schöne Kirche St. Martin in Martinshöhe war zum Adventskonzert am Sonntagnachmittag gut besucht. Die Kirche war, damit hatten die Besucher wohl schon gerechnet und sich tiefwinterlich angezogen, sehr ausgekühlt, sodass der Klappenmechanismus einiger Instrumente nicht mehr ordentlich funktionierte, was sich mitunter auch auf die Töne auswirkte, die dann etwas verzerrt zum Vorschein kamen.

Aber nichtsdestotrotz, der Beifall war groß, das Konzert gefiel, die Musiker gaben ihr Bestes. Das Jugendorchester, nur mit wenigen Jugendlichen besetzt, spielte munter drauflos, manches Lied wurde nur angespielt, „O du Fröhliche“ war das Highlight, klang fröhlich und selig, versetzte die Hörer in Weihnachtsstimmung. Es fehlten etwas die „tiefen Instrumente“.

Energisch dann das große Orchester. Schöner Einstand mit „Macht hoch die Tür“. Sehr fein das „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und „O Tannenbaum“. Dieses geht auf ein Lied aus dem 16. Jahrhundert zurück. Da die Melodie so einfach und eingängig ist, wurde ihr oft ein anderer, auch teils zeitkritischer Text unterlegt.



Unter dem Begriff „Winterrose“ war ein Weihnachtsliedmedley zusammengefasst – die bekannte Weihnachtsgeschichte – illustriert durch acht Zwischenlieder. Beginnend mit „Tochter Zion“, einer wunderbare Melodie, die auf eine Händeloper zurückgeht. Wegen der dem Nationalsozialismus immanenten antichristlichen Tendenzen war das Lied damals verboten.

Götz Hach moderierte das Konzert, sehr eindringlich. Zur Sprache brachte er auch die Verzerrung des Festes durch den Konsumrausch, der immer mehr in den Vordergrund trete. Es müsse wieder die christliche Botschaft in den Mittelpunkt rücken. Dirigent Panagiotis Ampartzakis leitete souverän, setzte vielseitige weihnachtliche Akzente.

Andrea Munzinger aus Bechhofen war mit ihren beiden Kindern gekommen. „Beide spielen im Orchester, da vorne sitzen sie. Für mich ist es ein wunderschöner Tag und für meine beiden Kleinen auch. Natürlich gefällt es mir, ich höre gern Blasmusik und Weihnachtslieder sowieso“.

Zum Programm gehörten auch Ehrungen der Mitglieder: Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Eugen Dörr, Gabriele Emanuel, Karl Theo Geier und Antonia Palm; 30 Jahre: Kriemhild Bastian, Anita Berberich, Appolonia Bernhard, Heidi Bernhard, Christian Bischoff, Kurt Bischoff, Siegfried Giro, Karl Heinz Grotzki, Ursula Höh Berberich, Inge Kaiser, Reinhard Manuel, Ursula Paulus, Wolfgang Porz, Beate Reischmann, Josef Reischmann, Rudi Reischmann, Udo Reischmann, Stefan Schmidt, Kurt Schneider, Doris Sehy, Richard Sehy, Joachim Sprengard, Edi Strasser, Günter Theis, Nikolaus Theis, Heidi Vogelgesang und Manuela Wache; 50 Jahre: Hans Koschmann.