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Miteinander ein großer Pluspunkt

 Auch das Großsteinhauser Neubaugebiet wurde von der Kommission besichtigt. Foto: Norbert Rech
Auch das Großsteinhauser Neubaugebiet wurde von der Kommission besichtigt. Foto: Norbert Rech FOTO: Norbert Rech
Großsteinhausen. Nur mit viel ehrenamtlichem Engagement können die Gemeinden zukunftsfähig gemacht werden. Die Jury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sieht hier die Weichen in Groß- und Kleinsteinhausen bestens gestellt. Norbert Rech

Karlheinz Weiß brachte es auf den Punkt. Das Motto der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin "Unser Land von morgen" habe nur Bestand, wenn die Gemeinden eine Zukunft haben. "Das liegt aber an Ihnen. Nur durch bürgerschaftliches Engagement kann das erreicht werden", so die Auffassung des Leiters der Jury der Gebietskommission im Wettbewerb "unser Dorf hat Zukunft" während deren Besuch in Kleinsteinhausen. Die Kommission sieht die Gemeinde auf dem richtigen Weg. "Ich habe ein Gemeinschaftsgefühl festgestellt", so Jury-Mitglied Reinhard Bayer . Als zukunftsweisende Projekte nannte er die Sanierung des Kindergartens und der Straßen im Ort. Auch sei Kleinsteinhausen dabei, Begegnungsstätten für die Bürger zu schaffen. "Sie dürfen den demografischen Wandel nicht aus den Augen verlieren", gab Bayer den politisch Verantwortlichen mit auf den Weg.

Für Hans-Jürgen Wolf hat die Gemeinde vor fünf Jahren einen Umbruch erlebt, der durch die Dorferneuerung kräftig an Schwung aufgenommen habe. Positiv bewertete er das regionaltypische Bauen, wie es in Kleinsteinhausen zu erkennen sei. Tatjana Fuchs empfahl in den Straßen auch Bänke, Bäume und Minispielgeräte einzuplanen. Äußerst positiv überrascht war die Kommission von der regen Teilnahme der Einwohner an ihrem Besuch, an dessen Ende noch die Echoschützen ihren Auftritt hatten.

Auch in Großsteinhausen wurde die Jury von einer großen Anzahl der Bürger begleitet. Pfarrerin Verena Krüger zeigte ihr sogar die evangelische Kirche. Dort soll demnächst die Orgel restauriert werden, wofür die Kirchengemeinde sich sehr über Spenden freuen würde. Ortsbürgermeister Volker Schmitt stellte auch das Pilotprojekt "Wohnpunkt Rheinland-Pfalz" vor, an dem sich die Gemeinde beteiligt. Damit soll der Aufbau von betreuten Wohngruppen und selbst organisierten Wohngemeinschaften für ältere und pflegebedürftige Menschen vorangebracht werden. Wohnpunkt" ist ein Projekt im Rahmen des Zukunftsprogramms "Gesundheit und Pflege 2020" des Landes. Bayer beglückwünschte Schmitt zum Projekt, dessen Umsetzung nicht einfach sei: "Es zeigt, dass Sie sich mit dem demografischen Wandel auseinandersetzen." Er rät der Gemeinde, den ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) zu optimieren. Die Mobilität sei ein Beitrag zum Gelingen. Positiv sei auch der Dorfladen. Dessen Erfolg liege aber nicht in den Händen der Betreiberin, sondern in der aller Einwohner. Sigrid Schindler lobte die von den Jugendlichen bemalte Buswartehalle: "Die wird von diesen bestimmt nicht beschmiert." Im Ort sei viel Aktivität von Jung und Alt zu erkennen.