| 21:26 Uhr

Humoristischer Fasenachtsverein Zweibrücken/Contwig
Mit viel Schwung bis tief in die Nacht

Als Cheerleader fegten die HFZ-Chillys über die Bühne.
Als Cheerleader fegten die HFZ-Chillys über die Bühne. FOTO: Norbert Rech
Contwig. Furiose Prunksitzung – Jürgen Gundacker und Karlheinz Bärmann zu HFZ-Ehrenkarnevalisten ernannt. Von Norbert Rech

Der Musiker Volker Siener brachte es mit dem Hit von Helene Fischer auf den Punkt: „Atemlos durch die Nacht“ ging es während der Prunksitzung des HFZ (Humoristischer Fasenachtsverein Zweibrücken/Contwig). Pointierte Büttenreden mit reichlich Witz, hervorragend einstudierte Tänze und immer wieder fetzige Lieder. Die Narren in der Contwiger VT-Halle kamen am Samstagabend so richtig auf ihre Kosten.

Für besondere Verdienste um die Fastnacht wurden Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann (Contwig) und Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (Zweibrücken-Land) zu Ehrenkarnevalisten des HFZ ernannt. Letzter für seine Gesangseinlage vor zwei Jahren, als Gundacker mit kräftiger Stimme „Geh mol Bier hole“ in den Saal schmetterte.

Gundackers Ehefrau Silke, die Pfarrerin in Contwig ist, rückte beim Auftritt von Ted Louis in den Mittelpunkt. Dessen „Magic Comedy“war sicherlich einer der Höhepunkte des Abends. Nachdem Gundackers Frau eine Karte sich herausgesucht hatte, versuchte der Künstler mit viel Slapstik zu erraten um welche es sich handelt. Louis, dessen Vater aus den Niederlanden stammt – deshalb auch das Kostüm und die Utensilien in Orange gehalten – hatte auch ein holländisches Bommelspiel dabei. Kaum nachzuvollziehen, welche Wirkungen die einzelnen Enden aufeinander haben, so der Kommentar einiger Zuschauer.



Begeistert hat auch David Betz von der Contwiger Straußjugend „Nawwelbacher Kerbenissja“ als „De Alois vun de Poschd“, der in seiner Tasche allerhand Neuigkeiten dabei hatte. So erzählte er von dem Besuch der FCK-Mannschaft in einem Flüchtlingsheim. „Alle so traumatisiert und sie haben so traurige Augen, sagte einer der Bewohner“, spielte Alois auf die Erfolglosigkeit des Fußballteams an. Der „Poschdler“ bewies sich aus als Philosoph: „Wenn schwimme schlank macht – was mache die Wale dann falsch? Oder – is bei Sonnenallergie die Sonne ausschlaggebend?“ Überhaupt, nahm sich Betz selbst aufs Korn: Für sein Gewicht, müsste er 2,1 Meter groß sein. „Awwer ich kann esse was ich will, ich wer net greßer“, so das Fazit von Betz, der mit seinen Gags immer wieder die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren wusste.

Als richtiges Nachwuchstalent in der Bütt zeigte sich Maurice Dufour, der von seinem Opa berichtete. Sein Großvater sei der Schnellste: „Der schafft bei de Amys, hat um vier Uhr Feierowend un is schun um drei Uhr dehem.“ Aber auch Bärmann nahm sich der Neunjährige zur Brust: „So e Politiker will ich ah werre. Der is so langsam, dem kannschte beim Lafe die Schuh besohle!““

Neben den Auftritten der Büttenredner gab es auch tosenden Applaus für die Einlagen der Garden. Wie Wirbelwinde fegten die Funkenmariechen, Liv Nehlig, Giulia Staub und Lisa Keller, die gleichzeitig als Prinzessin Lisa II. mit Präsident Marc Heib durch den Abend führte, über die Bühne.

Das Männerballett und die HFZ Chillys präsentierte als Footballteam und Cheerleaders das Motto der diesjährigen HFZ-Kampagne „Superbowl der Fastnacht“.

Insgesamt ist es den Organisatoren gelungen, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen, das über vier Stunden hinweg die Herzen der Fastnachter höherschlagen ließ.

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