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Mit Keltenpfad den Tourismus ankurbeln

Am Keltenpfad gibt es auch Rastmöglichkeiten.
Am Keltenpfad gibt es auch Rastmöglichkeiten. FOTO: Norbert Rech
Neuer Wanderweg lockt zahlreiche Gäste nach Maßweiler.

Mit dem Keltenpfad hat Maßweiler einen weiteren Baustein zum Ausbau des sogenannten sanften Tourismus gesetzt. Davon ist Ortsbürgermeister Herbert Semmet felsenfest überzeugt. Zur Einweihung, der während der jüngsten Mühlentage stattgefunden hat, seien dann auch gleich jede Menge von Wanderern in das beschauliche Dorf auf die Sickinger Höhe gekommen. Ausganspunkt für die Rundtour auf dem Keltenpfad ist der Parkplatz an der Einmündung zur Schulstraße in der Ortsgemeinde Maßweiler. „Der Weg ist im Internet sehr gut zu sehen und wurde von der Verwaltung auch bestens bebildert“, erzählt Semmet. Die Einweihung selbst sei ein voller Erfolg gewesen. Der Erlös in Höhe von 320 Euro wurde für die Instandsetzung der Uhr der katholischen Kirche verwendet.

Während der Veranstaltung wurde Heini Semmet geehrt, der sich an vorderster Linie für die Einrichtung des Pfades eingesetzt habe. Für Musik sorgten die Katschefeldsänger und das Westpfälzische Blasorchester. Heimatforscher Willi Hack informierte über die Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke. Ausganspunkt für die Rundtour ist der Parkplatz an der Einmündung zur Schulstraße. Von dort geht es über das Lehnsbachertal hinauf zum Borstberg und weiter zum Mühlkopf. Die Wanderer erreichen dann nach einiger Zeit die zerklüftete Felsformation oberhalb der Kneispermühle. Dort besteht eine tolle Möglichkeit zum Einkehren. Dann führt der Keltenpfad wieder ins Wallhalbtal.

Von dort geht es zunächst wieder ein Stück bergauf zum kleinen Teufelstisch und weiter in der Waldflur bis talwärts die Keltendusche erreicht wird. Dabei handelt es sich um ein Naturdenkmal, das von den Kräften des Wassers geformt wurde. Die Strecke führt danach zur Rosselmühle. Die älteste Mühle des Tales hat noch ein Wasserrad.



Am Talausgang geht es vor der Faustermühle bergauf in den Wald Molet und führt vorbei am Mühleser Grund und von dort wieder nach Maßweiler.

In der Dorfmitte Löhne ein Besuch der protestantischen Kirche. Sie wurde in der Zeit der Regentschaft des Pfalzgrafen Stephan von 1410 bis 1459 erbaut. Im Jahre 1544 wurde in der Kirche erstmals lutherisch gepredigt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Maßweiler mit seiner Kirche niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau wurde die Kirche von beiden Konfessionen genutzt, ehe das Gotteshaus 1899 endgültig evangelisch wurde.

Einige Meter weiter steht ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, das zu den Kulturdenkmälern in Rheinland-Pfalz zählt. Besonders schön ist das kleine Gässchen mit den romantischen Straßenlaternen, wie sie in der Region nur noch in ganz wenigen Orten zu finden sind. Weiter oben steht die katholische St. Antonius-Kirche, die im Jahre 1897 erbaut wurde, nachdem seit 1847 Geld zum Bau dieser Kirche gesammelt wurde. 1899 wurde die Kirche durch Bischof Joseph Georg feierlich eingeweiht.

Ein Besuchermagnet ist der Josephshof. Es handelt sich dabei um einen denkmalgeschützten Bauernhof aus dem Jahr 1801. Wolfgang Fuhrmann hat hier ein Waffeleisenmuseum, das viele Gäste nach Maßweiler lockt.⇥ nob

Das hübsche Fachwerkhaus in der Dorfmitte steht unter Denkmalschutz.
Das hübsche Fachwerkhaus in der Dorfmitte steht unter Denkmalschutz. FOTO: Norbert Rech
Der Keltenpfad führt auch zur neugotischen katholischen Kirche.
Der Keltenpfad führt auch zur neugotischen katholischen Kirche. FOTO: Norbert Rech
Auch die evangelische Kirche liegt an der Strecke des neuen Wanderwegs.
Auch die evangelische Kirche liegt an der Strecke des neuen Wanderwegs. FOTO: Norbert Rech