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Kolumne  Unsere Woche
Mehr tun für Wohnen im Alter

FOTO: Robby Lorenz / SZ
2018 hat noch nicht mal begonnen, da konnte der Merkur diese Woche schon die erste gute Nachricht des neuen Jahres veröffentlichen: Hornbach macht mit beim rheinland-pfälzischen Modellprojekt „Wohnpunkt RLP“. Dieses nämlich verspricht Lösungen für ein immer drängenderes Zukunftsproblem in Zeiten, in denen der Altersdurchschnitt der Bevölkerung immer mehr wächst: Viele Menschen wollen nicht in ein Altersheim, doch ihre Wohnungen oder Häuser sind selten altersgerecht. Was umso schlimmer ist, als heute nicht mehr zwei, drei Generationen unter einem Dach leben – sondern nur noch ein, zwei Senioren. Zudem sorgen die vielen großen Einfamilienhaus-Grundstücke in unserer Region dafür, dass die Wege zu Geschäften und anderen Einrichtungen oft beschwerlich sind. Von Lutz Fröhlich

„Wohnpunkt RLP“ unterstützt kleine Ortsgemeinden, Wohn-Pflege-Gemeinschaften aufzubauen, damit Menschen im Alter ihr Heimatdorf nicht verlassen müssen. Hornbach wird nach Großsteinhausen und Martinshöhe der dritte Teilnehmer im Zweibrücker Umland. Gedanken sollten sich aber nicht nur diese drei Kommunen machen. Und so gut das Konzept von Wohn-Pflege-Gemeinschaften ist – zu tun gibt es auch sonst viel. So gilt es, mehr Häuser altersgerecht zu sanieren. Die Zweibrücker Gewobau verfolgt bei ihrem großen Wohnungsbestand diese Strategie schon seit Jahren. Doch viele private Vermieter und Eigenheimbesitzer scheuen die Investitionen, auch weil sie keine Erfahrung mit sowas haben. Wie wäre es, wenn die Gewobau ihr Aufgabenspektrum erweitert – und gezielt in die Beratung und Umsetzung privater Sanierungen einsteigt? Auch den Überblick über Fördertöpfe würde dies erleichtern. Stichwort Fördertöpfe: Auch Zweibrücken und die Verbandsgemeinden könnten Umbauten bezuschussen sowie Abrisse, wenn ein Sanierung nicht mehr lohnt.