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Kreistag Südwestpfalz
Mehr Geld für die Landrätin ab Oktober

Südwestpfalz. Zu Irritationen auf Seiten der Grünen-Fraktion kam es bei der jüngsten Kreistagssitzung in Bezug auf die Höhergruppierung der Landrätin Susanne Ganster von der Besoldungsgruppe B 4 auf B 5.

„Wir haben unseren Wählern versprochen, die Verwaltungskosten so niedrig wie möglich zu halten“, sah Barbara Metzger es als falschen Zeichen an die Bevölkerung an, das Gehalt zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erhöhen. Obwohl Ganster einen „tollen Job“ mache und einen guten Kontakt zur Bevölkerung habe, sei die Höherstufung nach der Mindestwartezeit insbesondere mit Blick auf die vielen unterfinanzierten Gemeinden im Landkreis nicht verpflichtend, sah die Sache neben Christof Müller (FWG) auch Reinhold Hohn (FDP) ähnlich. „Ich finde es komisch, dass hier ohne Not versucht wird, eine Personaldebatte loszutreten“, äußerte Heinrich Hoffmeister (SPD) sein Befremden über den Vorstoß der drei Fraktionen und machte sich dafür stark, so zu verfahren, wie es auch andernorts durchaus üblich sei. Die Erhöhung von 8491 auf 9029 Euro belaste das Budget nur unwesentlich. „Der Landrätin steht die volle Besoldung der mit B 5 dotierten Stelle zu“, meinte CDU-Sprecher Christof Reichert. In den vergangenen beiden Jahren habe die Landrätin hinlänglich bewiesen, dass sie zum Wohl aller Bürger in der Südwestpfalz ebenso hervorragende Arbeit leiste wie ihre Amtsvorgänger Hans Jörg Duppré, der aufgrund der damals höheren Einwohnerzahl von mehr als 100 000 Personen sogar nach Stufe B 6 besoldet war, informierte Reichert. Am Ende stimmten die Kreistagsmitglieder in Abwesenheit der Landrätin mehrheitlich mit 23 Ja-Stimmen bei sieben Gegenstimmen und acht Enthaltungen für die neue Gehaltsstufe.

(fri)