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„Hasengarten“ reicht nicht aus
Mehr Bauland-Reserven für Riedelberg

 Bauland ist auch in Riedelberg knapp. Deshalb wird der Frage nach einer weiteren Baulanderschließeung auch die Riedelberger Ratsmitglieder in naher Zukunft sehr beschäftigen.
Bauland ist auch in Riedelberg knapp. Deshalb wird der Frage nach einer weiteren Baulanderschließeung auch die Riedelberger Ratsmitglieder in naher Zukunft sehr beschäftigen. FOTO: Norbert Schwarz
Riedelberg. (cos) Zukunftscheck, Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ – das Schaffen eines neuen Baugebietes darf dabei auf der Gemeinde-Agenda nicht fehlen. Riedelbergs Ortsbürgermeister Christian Schwarz will, was das Angehen von künftigen Investition und Vorhaben für den investiven Teil des Haushaltes angeht, neue Wege beschreiten. Von Norbert Schwarz

Nicht erst bei der Diskussion um den Etat, sondern schon vorher sollen die Ratsmitglieder die Weichen stellen und sich Gedanken machen. 

Schwarz im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir haben etliche Kardinalprojekte, das Schaffen von neuem Baugelände wird mit Sicherheit eines davon sein.“ Über den Kindergarten sei in der Vergangenheit bereits vielfach diskutiert worden, auf dem Gemeindefriedhof müsse manches getan werden, die Grundsanierung beim Dorfgemeinschaftshaus dränge sich immer mehr auf.

Noch in der gleichen Ratssitzung hatten die verantwortlichen Kommunalpolitiker mit dem Satzungsbeschluss zur ersten Erweiterung des Bebauungsplanes „Hasengarten“ (wir berichteten darüber bereits) ein sichtbares Zeichen im Hinblick auf „Baulanderschließung“ gesetzt, doch damit sei nur kurzfristig eine Lösung der Bauland-Nachfrage möglich. Ein sichtbares Zeichen für die Baulanderschließung wünschte sich übrigens auch das Ratsmitglied Dominik Huber. Er sprach sich dafür aus, dass bereits im noch nicht verabschiedeten Doppeletat Kosten für einen möglichen Grunderwerb festgeschrieben werden. Christian Schwarz: „Ich gehe mal davon aus, dass wir auch aus der Bevölkerung entsprechende Rückmeldungen bekommen, wenn es darum geht, den Zukunftscheck für unsere Heimatgemeinde auf die Beine zu stellen. Sie sollen sich auch über die Zukunft ihres Ortes Gedanken machen und da denke ich, dass die Frage nach Baulandreserven sicher mit zu den besonders oft genannten Punkten zählt.“



Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses möchte Schwarz peu á peu vorantreiben. „Bei der Heizung steht wohl eine neue Steuerung an, auf die Frage der energetischen Sanierung müssen wir eine Antwort finden. Die könnte auf dem Dach beginnen und bei den Wänden enden. Auch für die Gemeinden wird es wohl Programm geben und da wäre es gewiss kein Fehler, wenn wir schon parat stehen könnten und nicht dann erst nach Lösungswegen suchen.“

Die Frage nach einem Um- oder Anbau beim  Kindergarten sieht Christian Schwarz weiter offen, eine richtungsweisende Entscheidung sei auch in diesem Punkt unabdingbar. Mit der Straßensanierung habe die Ortsgemeinde bereits in den zurückliegenden Jahren begonnen, Handlungsbedarf sieht der Ortsbürgermeister  bei der Fabrik-, Ring- und Kirchstraße wie dem Steinhauser Weg. Kleinere Reparaturen seien zudem in der Luitpoldstraße und Im Hasengarten notwendig. Instandsetzungsarbeiten müssten zudem bei den Wirtschaftswegen Schindwasen und Riedelberger Tal erfolgen. Jetzt sind die Ratsmitglieder aufgefordert, sich weiter Gedanken zu machen, damit die Investitionsvorhaben Aufnahme in den Etat finden. 

Reparaturarbeiten müssen bei der großen Eingangstür zum Dorfgemeinschaftshaus vorgenommen werden. Schwarz äußerte den Wunsch, dass die seitlichen Türelemente mit Klarglas, statt dem Riffelglas erneuert werden. Der Grund: Dann könnten dort Ankündigungen oder Aushänge stehen. Es gab darum Diskussionen und mit Stimmenmehrheit wurde die neue Verglasung mit Klarglas beschlossen. „Wenn innerhalb von wenigen Jahren das Türelement ausgetauscht werden muss, dann ersetze ich der Ortsgemeinde die 170 Euro für die Verglasung aus meiner Tasche.“