| 23:40 Uhr

Zehn Explosionen
Lkw-Brand: A 8 zehn Stunden gesperrt

Weit über die Autobahn hinaus waren am Mittwochnachmittag die Rauchschwaden des zwischen der Ausfahrt Walshausen und dem A 8-Parkplatz Kornberg ausbrennenden Lasters zu sehen.
Weit über die Autobahn hinaus waren am Mittwochnachmittag die Rauchschwaden des zwischen der Ausfahrt Walshausen und dem A 8-Parkplatz Kornberg ausbrennenden Lasters zu sehen. FOTO: Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land / Feuerwehr ZWL
Walshausen. Fahrer wurde leicht verletzt. Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 250 000 Euro. 60 Wehrleute waren im Einsatz.

Riesige Rauchschwaden haben am Mittwochnachmittag die Bevölkerung im Zweibrücker Land beunruhigt. Ursache war ein Lkw-Brand auf der Autobahn 8 zwischen Zweibrücken und Pirmasens.

Der 62-jährige Fahrer aus Fellbach (Baden-Württemberg) bemerkte um 15.45 Uhr, dass die Ölkontrollleuchte seines MAN-Sattelschleppers aufleuchtete. Er wechselte daraufhin auf den Seitenstreifen und verlangsamte die Fahrt, berichtet die Polizeidirektion Pirmasens. Plötzlich gab es einen Knall und in das Führerhaus schlugen Flammen hinein. Der Fahrer stoppte zwischen der Abfahrt Walshausen und dem Parkplatz Kornberg und konnte das Führerhaus verlassen.

Polizeihauptkommissar Kai Weyer weiter: „Im Maschinenraum breitete sich das Feuer aus und griff auf den Anhänger über. Es kam zu neun bis zehn Explosionen an dem Anhänger, vermutlich weil die Reifen durch die Hitzeeinwirkung platzten. Der Sattelschlepper und der Anhänger brannten vollständig aus.“ Beladen war der Anhänger mit Kurbelwellen mit einem Gesamtgewicht von 23,5 Tonnen.



Der Fahrer wurde leicht verletzt und wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung für 24 Stunden ins Städtische Krankenhaus Pirmasens eingeliefert.

Für die vierstündigen Lösch- und die anschließenden Aufräumarbeiten wurde die Autobahn zwischen Walshausen und Pirmasens in beiden Fahrtrichtungen 9 Stunden und 55 Minuten lang voll gesperrt. Die Ladung, der ausgebrannte Anhänger sowie der Sattelschlepper mussten durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Der Verkehr wurde weiträumig um die Brandstelle abgeleitet. Zweibrücker, die nach Pirmasens wollten, berichteten von anderthalb Stunden mehr Fahrzeit.

Auch die Fahrbahn sowie die in Brand geratene Böschung wurden durch das Feuer erheblich beschädigt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 250 000 Euro, die Feuerwehr auf 150 000 Euro.

Zu dem Brand war von der Leitstelle Südpfalz die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land alarmiert worden. „Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Lkw bereits in Vollbrand“, berichtet Feuerwehrsprecher Holger Hell. Das Feuer wurde dann mithilfe von Schaum gelöscht. Hell weiter: „Wegen des starken Rauchs hatte die Polizei den wartenden Autofahrern geraten, die Fenster geschlossen zu halten und im Auto die Lüftung auszuschalten.“

Die Einsatzleitung hatte der neue Verbandsgemeinde-Wehrleiter Thorsten Preyer. Im Einsatz befanden sich (inklusive Unterstützung der Feuerwehreinsatzzentrale in Contwig) die Löscheinheiten aus Contwig, Dellfeld, Kleinsteinhausen, Althornbach, Bechhofen, Dietrichingen, Hornbach, Walshausen, der Triwo-Flugplatzfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zweibrücken mit insgesamt 19 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften. Weiterhin war ein Rettungswagen im Einsatz, um den verletzten Lkw-Fahrer zu versorgen.

Die Feuerwehr musste viel Schaum einsetzen, um das Feuer zu löschen. Der Lkw brannte komplett aus. Der Fahrer kam ins Krankenhaus.
Die Feuerwehr musste viel Schaum einsetzen, um das Feuer zu löschen. Der Lkw brannte komplett aus. Der Fahrer kam ins Krankenhaus. FOTO: Polizeidirektion Pirmasens / Polizei
Der Sattelschlepper hatte 23,5 Tonnen Kurbelwellen geladen.
Der Sattelschlepper hatte 23,5 Tonnen Kurbelwellen geladen. FOTO: Polizeidirektion Pirmasens / Polizei
(lf)