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Abitur-Feier
Letzte 90er-Kinder verlassen die IGS

Stefan Schmitt, Cindy Herold, Anna Arndt, Annika Guth, Dustin Müller, Philipp Holmes, Aileen Schön, Noël Mistler, Simon Wurth, Philipp Jost, Sarah Orth, Dominik Laubscher, Selina Weber, Dominik Schneider und Anna Scharf (von links) wurden allesamt für besondere Leistungen bei der Abifeier der IGS Thaleischweiler-Fröschen ausgezeichnet.
Stefan Schmitt, Cindy Herold, Anna Arndt, Annika Guth, Dustin Müller, Philipp Holmes, Aileen Schön, Noël Mistler, Simon Wurth, Philipp Jost, Sarah Orth, Dominik Laubscher, Selina Weber, Dominik Schneider und Anna Scharf (von links) wurden allesamt für besondere Leistungen bei der Abifeier der IGS Thaleischweiler-Fröschen ausgezeichnet. FOTO: David Oliver Betz / red
Hornbach. Absolventen der Integrierten Gesamtschule Thaleischweiler-Fröschen feiern in Hornbach das bestandene Abitur. Von David Oliver Betz

Wer 2018 Abitur macht, ist höchstwahrscheinlich 1999 geboren. 37 der letzten Kinder des alten Jahrtausends haben an der IGS Thaleischweiler-Fröschen Abitur gemacht und dies in der Pirminiushalle in Hornbach entsprechend gefeiert. Auch dabei durfte 90er-Jahre-Kolorit nicht fehlen. Am Ende waren es die Lehrer, die die Lacher auf ihrer Seite hatten. Wegen des Abimottos „Oldies but Goldies – Die letzten 90er Kinder“, das sich auf die 90er-Jahre bezog, gab es einen Beitrag der Pädagogen, indem sehr liebe- und humorvoll auf das verrückte Jahrzehnt am Ende des zweiten Jahrtausends zurückgeblickt wurde.

Auch wenn die Abiturienten und ihre Freunde bei einigen Anekdoten bestimmt nur Bahnhof verstanden, so wurde bei den Eltern und Gästen, die die 90er bewusst miterlebt hatten, viel gelacht und in Erinnerungen geschwelgt. Da ging es um erste Handys, um Internetmodems, die man nicht gleichzeitig mit dem Telefon nutzen konnte und um modische Ausrutscher wie Plateauschuhe. Dafür gab es, so die vorherrschende Meinung auf und abseits der Bühne, in den 90er Jahren allerdings die beste Partymusik.

Natürlich ging es bei der Feier auch klassisch um die Themen neuer Lebensabschnitt und erreichte Ziele. Die Landrätin Susanne Ganster freute sich sichtlich mit den Abiturienten. Dass es nicht immer nur um Noten geht, machte sie deutlich. „Sie haben gelernt, die richtigen Fragen zu stellen und wie Sie an die richtigen Informationen kommen“, sagte Ganster. Damit habe die IGS, die größte Schule in Kreisträgerschaft, vielleicht sogar ihre wichtigste Aufgabe überhaupt erfüllt. Ganster wusste, dass viele der nun ehemaligen Schüler berufs- oder ausbildungsbedingt den Landkreis verlassen werden.



„Aber bitte denken Sie immer daran: Sie sind uns im Landkreis immer willkommen. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Ausbildung und zum Studium“, warb Ganster bei den Abiturienten um den Verbleib in der Region.

Im Laufe des Abends wurde auch deutlich, dass der Jahrgang 2018 über einige Talente und interessante Persönlichkeiten verfügt. Anna Arndt und Dominik Schneider zeigten als Trompetenduo gleich zweimal, wie musikalisch sie sind. Anna Seegmüller sang herzerweichend das Lied „Castle On The Hill“ begleitet von Lukas Dahler auf der Akustikgitarre.

Schulleiter Florian Zickwolf übernahm die Begrüßung und verabschiedete sich ebenfalls bei einem „tollen und sehr engagierten Jahrgang“. Seine Rede war kurz, aber herzlich .Zur Verleihung der Preise hatte die IGS mit der Landrätin und den beiden Landtagsabgeordneten Alexander Fuhr (SPD) und Christof Reichert (CDU) eine Menge politischer Prominenz vor Ort. Die Landrätin betonte in ihrem Grußwort: „Diese Schule unterlag einem großen Wandel. Ein Weg, der sich gelohnt hat, der sich bewährt hat. Das belegen die Anmeldezahlen. Die Schwerpunkte mit den Mint-Fächer und als digitale Schule sind das Aushängeschild. Aber auch das musische Angebot kommt nicht zu kurz. Kaum eine Schule hat noch ein eigenes Orchester, die IGS schon“, so Ganster.

Bester Abiturient mit Durchschnittsnote 1,9: Noël Mistler.
Bester Abiturient mit Durchschnittsnote 1,9: Noël Mistler. FOTO: David Oliver Betz / red