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Kreisausschuss Südwestpfalz
Langzeitarbeitslose wieder in Jobs bringen

Gleich drei neue Qualifizierungsmaßnahmen, in Zusammenarbeit mit den Jobcentern der Städte Pirmasens und Zweibrücken, hat der Kreisausschuss auf den Weg gebracht.
Gleich drei neue Qualifizierungsmaßnahmen, in Zusammenarbeit mit den Jobcentern der Städte Pirmasens und Zweibrücken, hat der Kreisausschuss auf den Weg gebracht. FOTO: Larissa Schwedes / dpa
Südwestpfalz. Kreisausschuss gibt grünes Licht für drei neue Qualifizierungsmaßnahmen. — SG Rieschweiler erhält Zuschuss. Von Guido Glöckner

Stark geprägt von Sozial- und Arbeitsmarktpolitik war die letzte Sitzung des Kreisausschusses in der Kreisverwaltung Südwestpfalz – so wurden drei Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose auf den Weg gebracht.

Der Erste Kreisbeigeordnete Peter Spitzer, zuständig für Jugend und Soziales, wies die Ausschussmitglieder darauf hin, dass die Entwicklung bei Hartz-IV-Beziehern und Landzeitarbeitslosen immer noch recht stabil sei, auch wenn sich verstärkt anerkannte Flüchtlinge im Kommunalen Jobcenter melden. Dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen zuletzt wieder leicht rückläufig war, hängt auch mit neuen Qualifizierungsmaßnahmen zusammen: Die Teilnehmerzahl stieg von zehn zum Jahresbeginn 2017 auf 82 im Dezember vergangenen Jahres. Im Jahresschnitt 2017 lag die Zahl der Langzeitarbeitslosen bei 1162 – ein leichter Anstieg gegenüber 1128 im Jahr 2016. Auch mehr Bedarfsgemeinschaften müssen betreut werden: 1511 waren es im Schnitt im vergangenen Jahr, 2016 lag die Durchschnittszahl noch bei 1436.

Gleich drei neue Qualifizierungsmaßnahmen, in Zusammenarbeit mit den Jobcentern der Städte Pirmasens und Zweibrücken, hat der Kreisausschuss auf den Weg gebracht. Sie werden alle zur Hälfte über den Europäischen Sozialfonds gefördert, so Spitzer, der dem Kreisausschuss im Sommer einen Zwischenbericht über die Projekte geben will. Scheiden Teilnehmer aus, wenn sie etwa einen Arbeitsplatz gefunden haben, können ihre Plätze wieder besetzt werden. Einstimmig befürwortet wurde das Programm „Fit für den Job für Flüchtlinge“ als Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Pirmasens, das rund 150 000 Euro kostet, wovon rund 20 000 Euro für vier Plätze beim Landkreis hängen bleiben. Die Stadt Pirmasens stellt elf Teilnehmer.



Mit 25 000 Euro, einem Viertel der Kosten von rund 100 000 Euro, ist der Landkreis beim Projekt „Aktive und produktive Praxis der über 25-Jährigen“ dabei, das der beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen dient. Zehn Plätze stehen für das Landkreis-Jobcenter bei dieser Maßnahme zur Verfügung.

Und auch am 120 000 Euro teuren Projekt „Aktivwerkstatt 2018“, das Langzeitarbeitslose ebenfalls für den ersten Arbeitsmarkt qualifizieren soll, ist der Landkreis beteiligt, wofür er 30 000 Euro beisteuern muss – sechs Teilnehmerplätze stehen zur Verfügung.

Angenommen hat der Kreisausschuss eine Spende der Sparkasse Südwestpfalz von 41 000 Euro, die der Finanzierung der Schuldnerberatung dient. 25 625 Euro behält der Landkreis für seine Beratungsstelle, 15 375 Euro werden an die Stadt Pirmasens weitergeleitet für deren Schuldnerberatung.

Für den Umbau ihres Hartplatzes in ein Kunstrasenspielfeld bekommt die SG Rieschweiler eine Kreisförderung von 45 518 Euro, hat der Kreisausschuss beschlossen. Zugestimmt haben die Ausschussmitglieder der Anschaffung von EDV-Hardware – Computer, Beamer, Monitore und Software – für die Realschule plus in Hauenstein für 28 670 Euro.