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Mit Melkwettbewerb
Landmarkt-Premiere in Martinshöhe geglückt

  Hobbydrechsler Rudolf Becker aus Berglangenbach beim Fertigen von Kunstwerken aus Holz.
Hobbydrechsler Rudolf Becker aus Berglangenbach beim Fertigen von Kunstwerken aus Holz. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. Sowohl Besucher als auch Beschicker waren mit dem ersten Martinshöher Landmarkt am Wochenende hoch zufrieden.

Einen Wochenmarkt wollte Ortsbürgermeisterin Barbara Schommer auf dem neuen Dorfplatz gegenüber Rathaus und Kirche initiieren. Die Bemühungen allerdings fruchteten nicht. Jetzt wurde der 1. Landmarkt mit rund 30 Ausstellern und Dienstleistern organisiert – mit großem Erfolg.

Kleine Zelte, originelle Verkaufsstände. Nicht allein der neue Dorfplatz an der Zweibrücker Straße gegenüber der Sankt-Martins-Kirche ist ins Marktgeschehen einbezogen. Entlang des sich nach unten zum großen Schulhof der Grundschule windenden Wegs haben Händler und Marktbeschicker ihre Plätze, auf dem großen Schulhof sind die „Rotnasen“ aus Käshofen, die Restaurator Thomas K. Hoffmann zusammen mit Ehefrau Steffi sachlich und liebevoll präsentieren: Die alten Porsche-Schlepper werden von großen und kleinen Besuchern umlagert. Glänzende Augen bekommen nicht nur die Kleinen, welche hinterm großen Lenkrad einmal Platz nehmen dürfen. „Wir informieren über unser breit gefächertes Angebot, insbesondere unsere Schleppertouren über die Sickingerhöhe und das Pfälzer Mühlenland“, sagt die Firmenchefin und freut sich, dass der gestrige Sonntag für viele Besucher zu einem idealen Ausflugstag werden konnte. Dieser Meinung schließt sich Elke Rapp aus Großbundenbach in unmittelbarer Nachbarschaft an. Ihr Stand mit den Walnuss- und anderen hausgemachten Spezialprodukten ist umlagert und trotz der Verkaufsgespräche bleibt noch Zeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Elke Rapp und Gatte Wolfgang sind nämlich in ihrem Heimatort stark im touristischen Bereich verankert und deshalb wird auch jetzt schon für das Walnussfest in Großbundenbach am 10. September geworben.

Die Hauptorganisatoren des ersten Landmarktes in Martinshöhe waren der einheimische Heinz Laborenz und der Zweibrücker Ingo Kuhn. Laborenz macht deutlich, dass noch viel mehr Aussteller hätten gewonnen werden können, wenn es noch mehr Ausstellungsfläche gäbe. Kuhn, selbst Anbieter einer originellen Geschenkidee, bei ihm werden Geschenke „eingedost“, sagt: „Wir sind für diesen Markt auf wirklich große Resonanz gestoßen und das hat die Vorbereitungsarbeit erfreulich entspannt.“



Hans Peter Sefrin aus Contwig erzählt: „Ich war wirklich gespannt und dachte zunächst hoppla, nur zwei Stände auf dem neuen Platz. Bis ich dann bemerkte, dass den gesamten Weg runter bis zur Schule viele Anbieter ein breites Sortiment feilbieten. Das hat mich erstaunt. Der Landmarkt ist klein, aber fein!“ Geboten wurde selbstverständlich auch viel für den Gaumen und beim wortreich kommentierten Melkwettbewerb von Maria Gemmel-Laborenz kam gestern mehr als einmal viel Freude auf.

Bürgermeisterin Barbara Schommer zieht ein positives Fazit. „Der Auftakt mit den Böllerschützen aus Bruchmühlbach war donnernd heftig, der Besucherzuspruch hielt sich am Samstag noch in Grenzen, dafür entschädigte der Sonntag in allen Belangen: ideales Wetter, herrliche Stimmung und alle Besucher in bester Laune.“